Monatsarchiv: Mai 2024

Aufmunterung der Woche (22/2024)

Wenn man mal nicht weiß, was man anziehen soll:

Humor ist eines der besten Kleidungsstücke, die man in Gesellschaft tragen kann.
William Shakespeare (1564-1616) *

* oder William Makepeace Thackeray (1811-1863) – im Internet finde ich beide Zuschreibungen, jeweils ohne Quellenangabe. Vielleicht stammt der Aphorismus also auch von einem anderen William oder einem anderen britischen Autoren. Oder jemand ganz anderem. 😉

Aufmunterung der Woche (21/2024)

Vor ein paar Wochen habe ich einen Schatz entdeckt: Prosaische Passionen. Eine Sammlung von 101 Short Stories von Autorinnen der Moderne. Im Nachwort schreibt Herausgeberin Sandra Kegel:

[…] das zentrale Anliegen dieser Anthologie: eigenständige weibliche Stimmen aus der Zeit um und nach 1900 aus mehr als fünfzig Ländern aller Kontinente zu versammeln und diese miteinander korrespondieren zu lassen, um so verschüttete Traditionslinien weiblicher Literaturen freizulegen. Im besten Fall könnte dies nicht nur zu Wiederentdeckungen, sondern auch zu Neubewertungen von Schriftstellerinnen führen, die unter der angloeuropäischen Dominanz innerhalb der traditionellen Weltliteraturgeschichte gleich zweimal übersehen wurden – wegen ihres Geschlechts und wegen ihres vermeintlich an der Peripherie liegenden Kulturkreises. (S. 818 f.)

Damit die 101 Kostbarkeiten in meiner Erinnerung nicht gleich wieder verblassen, will ich eine Minikurzzusammenfassung aller Geschichten notieren. Für die ersten fünf habe ich das schon getan. Hoffentlich halte ich durch bis Nr. 101!

Aufmunterung der Woche (20/2024)

Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben, und je tiefer eingehend sie sind, desto mehr fühlt man, worin doch zuletzt der eigentliche Genuß steckt, die Individualität.
Wilhelm von Humboldt (1767 – 1835)

Quelle: Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 21. September 1827 – zitiert nach aphorismen.de

Aufmunterung der Woche (19/2024)

Im Moment genieße ich es sehr, dem wunderschön melodischen Gesang der Amseln zu lauschen. Innerhalb weniger Augenblicke fühle ich mich beruhigt und entspannt. Aber Achtung: nicht jeder, der im Baum sitzt, ist ein Vogel, wie Wilhelm Busch weiß.

Der fliegende Frosch
Wenn einer, der mit Mühe kaum,
geklettert ist auf einen Baum,
schon meint,
daß er ein Vöglein wär,
so irrt sich der.

Quelle: Busch, Bildergeschichten. Hernach, 1908
zitiert nach: https://www.wilhelm-busch.de/zitat/der-fliegende-frosch/

Aufmunterung der Woche (18/2024)

Am Dienstag habe ich auf meinem Weg zur Arbeit in Bus und Tram die erste Folge von Season 2 von Wiser Than Me gehört (mit Sally Field). Und gleich zu Beginn, in Julias Intro, ist eine Redewendung haften geblieben: to have agency.
Die Bedeutung war aus dem Zusammenhang sofort klar, der Ausdruck war mir jedoch nicht geläufig.

Wikipedia sagt: In social science, agency is the capacity of individuals to have the power and resources to fulfill their potential. […] One’s agency is one’s independent capability or ability to act on one’s will.

Und das Lexikon der Psychologie auf spektrum.de definiert: agency, Wirksamkeit, Überzeugung der eigenen Wirksamkeit oder Tüchtigkeit (Selbstwirksamkeit, Verantwortung).

„To have agency“ bringt eines meiner stärksten Motive im Leben auf den Punkt. Und nun habe ich eine kurze treffende Redewendung dafür: I have agency!