Archiv der Kategorie: Postkarte der Woche

Postkarte der Woche (39/2020)

Wir beenden unsere Energieversorgungswerbefotoszeitreise mit zwei Bildern, die wir unter den Titel „Behagliche Häuslichkeit“ stellen wollen.

Während auf Bild 1 die traute Kleinfamilie beim gemeinsamen Fernseherlebnis – die Tochter zu Füßen des Familienoberhauptes unter dem wohlwollend-beobachtenden Blick der Frau Mama – noch unvergänglich scheint, so kündigt sich auf Bild 2 ganz zart der aufbegehrende Geist der zweiten Frauenbewegung an: eine Frau, vor Büchern sitzend, zum Schreiben bereit – und völlig unbeaufsichtigt.

Postkarte der Woche (38/2020)

Zweite Etappe unserer Zeitreise mit Fotografien von Ludwig Windstosser: Frau im Haushalt.
(Interessanterweise in fast identischer Körperhaltung. Zufall? Oder ist hierin eine Botschaft zu entdecken?)

Postkarte der Woche (37/2020)

Nach der Postkartenrundfahrt durch Berlin begeben wir uns jetzt auf eine dreiwöchige Zeitreise in die junge Bundesrepublik. Unser Reiseleiter ist der Fotograf Ludwig Windstosser (1921-1983) mit seinen Werbefotos für die Energieversorgung aus den 1950er/60er Jahren (© Fotoarchiv Ruhr Museum, Essen)

Die Reise in die Vergangenheit kommt mit einem Bonus: es gibt mehr als eine Postkarte pro Woche! Überschrift der ersten Etappe: Vergnügliches Stelldichein.

Postkarte der Woche (36/2020)

Wir beenden unsere Kuppelrundfahrt durch Berlin auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor. Es ist der 10. November 1989, die Mauer ist offen und die DDR-Grenzpolizisten wirken etwas ratlos. Das Reichstagsgebäude ist hier ohne Kuppel zu sehen. Die ursprüngliche wurde beim Reichstagsbrand 1933 zerstört und von den Nazis nur notdürftig instand gesetzt. Am Ende des Krieges war das Gebäude stark zerstört, die Kuppel wurde 1954 gesprengt. Bis 1973 wurde es wieder aufgebaut – ohne Kuppel.

Erst mit dem Regierungsumzug 1999 erhielt der Reichstag wieder eine Kuppel: eine gläserne, als Sinnbild für die Transparenz der deutschen Demokratie. Genau so soll es sein: In einem offenen, lichten Staat will ich leben, in dem man seine Meinung ohne Furcht vor Repression frei äußern kann. Und genau so ist es ja auch. Auch wenn brüllende, fahnenschwenkende Extremisten letztes Wochenende etwas anderes behauptet haben.

Postkarte der Woche (35/2020)

Der schönste Platz Berlins ist unser dritter Halt: der Gendarmenmarkt. Auch dort gibt es Kuppeln zu bestaunen, nämlich die des französischen und des deutschen Doms. Die identischen Türme werden 1780-85 an die beiden bereits bestehenden Kirchen angebaut. Eine Kirche gehört zur französisch-reformierten Gemeinde, die andere zur lutherischen. An sich gilt die Bezeichnung „Dom“ nur für die Kuppeltürme (französisch dôme „Kuppel“), im Lauf der Zeit geht sie jedoch auf den Gebäudekomplex von Kirche und Turm über.

Postkarte der Woche (34/2020)

Zweiter Stopp auf unserer Kuppelrundfahrt durch Berlin ist die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße. Ein prächtiges Gebäude im maurischen Stil, die Kuppel und der Turm hier in wunderbar warmes Licht getaucht.

Postkarte der Woche (33/2020)

Die deutsche Hauptstadt ist die nächste Station auf unserer Postkartenreise. Berlinbesuchende können leicht überwältigt werden von der Fülle der Sehenswürdigkeiten. Wir konzentrieren uns auf einige wenige Gebäude mit Kuppeln.

First stop: der Berliner Dom, auf der Museumsinsel direkt an der Spree gelegen. Auf der Postkarte auch zu sehen: der Palast der Republik; in den 1970er Jahren erbaut, Sitz der Volkskammer der DDR und Örtlichkeit für große Veranstaltungen, ab 1990 wegen Asbest geschlossen, zwischen 2006 und 2008 abgerissen. Seit 2013 wird an der Stelle das Berliner Schloss als Herberge für das Humboldt-Forum wiederaufgebaut. Und das hat auch eine Kuppel.

Postkarte der Woche (32/2020)

Wir beenden unsere Reise durch Dürers Tierleben mit possierlichen Tierchen: Eichhörnchen. Wikipedia schreibt, dass ihr wissenschaftlicher Name, Sciurus, sich aus zwei altgriechischen Wörtern zusammensetzt: skia ‚Schatten‘ und oura ‚Schwanz‘. In der Antike war man der Ansicht, dass sich Eichhörnchen mit ihrem Schwanz selber Schatten geben könnten. Bei der Hitze ein echter Vorteil!

Postkarte der Woche (31/2020)

Im vorletzten Teil von Dürers Tierleben treffen wir auf das Rhinocerus von 1515. Dürer fertigte den Holzschnitt eines Panzernashorns, ohne es gesehen zu haben, basierend auf einer Beschreibung und einer Skizze. Das Tier war von Indien nach Lissabon gebracht worden und fand sein Ende bei einem Schiffbruch auf der Weiterfahrt nach Rom. Dürers Darstellung galt bis ins 18. Jahrhundert hinein als naturgetreue Wiedergabe.

Postkarte der Woche (30/2020)

Zwar wohnen wir am Waldrand, aber ein Käuzchen habe ich noch nie rufen hören. Zu Dürers Zeiten könnte es noch deutlich mehr Eulenvögel gegeben haben… Sein Aquarell von 1508 zeigt jedenfalls ein sehr hübsches Exemplar.