Aufmunterung der Woche (26/2024)

Im Rahmen seiner Tätigkeit am Weimarer Hof verfasste Goethe mehrere Maskenzüge: eine Verbindung von Karnevalsumzug und barocker Selbstinszenierung des Hofes; multimediale Gesamtkunstwerke mit Text, Musik, Tanz und Pantomime in festlichen Kostümen und üppiger Dekoration. Goethe  sah diese Auftragsarbeiten kritisch und bezeichnete seine Arbeit daran in einem Brief als „Dienst der Eitelkeit“. 1

Dennoch, folgende Zeilen aus dem letzten Weimarer Maskenzug von 1818 sind die Aufmunterung der Woche:

Fürwahr, es wechselt Pein und Lust.
Genieße, wenn du kannst und leide, wenn du mußt,
vergiß den Schmerz, erfrische das Vergnügen.
Zu einer Freundin, einem Freund gelenkt,
mitteilend lerne, wie der andre denkt.
Gelingt es dir den Starrsinn zu besiegen,
das Gute wird im ganzen überwiegen.

 1 https://brill.com/display/book/edcoll/9783846752968/B9783846752968-s013.xml 
siehe auch: http://www.goethezeitportal.de/wissen/dichtung/schnellkurs-goethe/goethe-in-weimar.html – Der Weimarer Musenhof

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