Archiv der Kategorie: Aufmunterung der Woche

Aufmunterung der Woche (02/2024)

Weniger sorgen, mehr singen“ ist mein Jahresmotto und es hat mir letzte Woche bei kleineren Ärgernissen im Job schon geholfen. Nun kann ich gar nicht sonderlich gut singen, will sagen, ich treffe kaum einen Ton, aber das macht überhaupt nichts. In manchen Situationen ist es ohnehin angemessener, nach außen hin lautlos für sich im Kopf zu singen.

Welche Melodien und Lieder zum Sorgenvertreiben geeignet sind, muss jede und jeder für sich herausfinden. Für mich gibt eine Reihe von Popsongs – zumeist aus meinen Teen- und Twenjahren – die mich auch heute noch energetisieren, mich furchtlos und kraftvoll fühlen lassen; die mir sagen: Hab keine Angst. Breite deine Flügel aus und fliege hoch.
Einer tut das sogar wörtlich.

Christina Aguilera – Soar

Aufmunterung der Woche (01/2024)

Zu Weihnachten habe ich ein wunderbares Geschenk erhalten: eine fein ausgewählte Gedichtsammlung. „Ich sorgte mich“ von Mary Oliver ist eines davon und es gibt mir mein Motto fürs neue Jahr: weniger sorgen, mehr singen!

Ich sorgte mich – Mary Oliver

Aufmunterung der Woche (52/2023)

Das Jahr geht zu Ende. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht; mich hat der überwiegende Teil der Schlagzeilen und Nachrichten 2023 im besten Fall nachdenklich gestimmt, oft sogar erschreckt oder fassungslos gemacht.
Geschieht denn nur Schlechtes in der Welt? Nein, natürlich nicht. Aber positive Meldungen gehen oft unter.

GoodNews hilft dabei, eine konstruktivere Perspektive einzunehmen. Eine kleine Redaktion wählt täglich von Montag bis Freitag eine Handvoll gute Nachrichten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aus, die mögliche Lösungen für ökologische oder soziale Herausforderungen sein können.
Ich nutze seit kurzem die App. Bisher lese ich nur die Kurzzusammenfassungen, aber bestimmt werde ich nächstes Jahr in manche Themen tiefer eintauchen.
Goodnews ist spendenbasiert und nicht gewinnorientiert.

Und auch ich werde 2024 weiterhin meinen kleinen wöchentlichen Erquickungsbeitrag leisten: die Aufmunterung der Woche geht in die zweite Runde.

Aufmunterung der Woche (51/2023)

Nahe bei meinem Büro gibt es eine kleine Bäckerei. Inhabergeführt, keine Kette, und die Inhaberin steht zumeist selbst hinter der Theke. Dort kaufe ich mir häufig morgens auf dem Weg ins Büro eine Breze mit Pfeffer und Käse überbacken. Die ist richtig groß und üppig, nicht ganz billig, aber absolut ihren Preis wert. Die Breze ist eigentlich mein Mittagessen, allerdings ist sie fast immer schon gegen 10.30 Uhr bis auf den letzten Krümel verschwunden, weil sie mir soooo lecker schmeckt.

Manchmal – so wie heute – ist diese Breze bereits ausverkauft, wenn ich kurz nach acht in den Laden komme. Dann weiche ich aus auf eine Käsestange oder eine Breze mit Kürbiskernen. Die sind auch gut, aber an die Käse-Pfeffer-Breze kommt für mich nichts heran.

Deswegen habe ich der Bäckerei-Inhaberin heute gesagt: Die Breze mit Pfeffer und Käse ist die beste Breze der Welt!

Da hat sie gelächelt und sich bedankt. Ein anderer Kunde im Laden hat geschmunzelt. Und ich bin mit meiner zweiten Wahl, der Käsestange, mit einem glücklichen Grinsen übers ganze Gesicht die letzten Meter zum Büro gelaufen.

Aufmunterung der Woche (50/2023)

Ein hilfreicher Satz, falls die „besinnliche“ Adventszeit eher stressig und hektisch sein sollte:

Ich darf Ja zu mir selbst und Nein zu anderen sagen.
Carola Kleinschmidt (Speakerin, Trainerin, Autorin)

Aufmunterung der Woche (49/2023)

Die Mutter meines Liebsten hat uns in guter Tradition eine große Dose Adventsplätzchen geschickt. Und obwohl er wie auch ich erst zwei, höchstens drei davon gegessen haben, ist die Dose schon halb leer… Ich glaube, ich weiß, wer dahintersteckt!

Die Weihnachtsmaus
James Krüss

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
sogar für die Gelehrten,
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab‘ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck’ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
– bei Fränzchen oder Lieschen –
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.

Aufmunterung der Woche (48/2023)

Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf.
Sokrates (469 – 399 v. Chr.)

Man könnte meinen, schon Sokrates wäre mit Black Friday und Cyber Monday Reklame bombardiert worden… 😉

Aufmunterung der Woche (47/2023)

Gestern hat nach über 30-jähriger Abwesenheit ein in der Kindheit innig geliebtes Stofftier wieder zu mir gefunden. Das hat mir ein glückliches Erinnerungslächeln gezaubert.

Aufmunterung der Woche (46/2023)

Manchmal kann es wohltuend sein, mit der eigenen Seele bedachtsam in der Düsternis zu flanieren – wie beim Lesen von Rilkes Gedicht „Herbstabend“.

Herbstabend
Wind aus dem Mond,
plötzlich ergriffene Bäume
und ein tastend fallendes Blatt.
Durch die Zwischenräume
der schwachen Laternen
drängt die schwarze Landschaft der Fernen
in die unentschlossene Stadt.

Rainer Maria Rilke, 1875-1926

Aufmunterung der Woche (45/2023)

Über die firmen-interne Lernplattform meines Arbeitgebers habe ich Zugang zu einer inspirierenden Key Note von Jeanette Bronée. Sie schlägt vor, im Alltag immer einmal wieder (z.B. zwischen zwei Meetings) innezuhalten und sich zu fragen: Was brauche ich gerade, um meine nächste Aufgabe anzugehen?

Das Innehalten und Reflektieren reduziert das akute Stressempfinden und hilft dabei, mögliche Lösungsansätze zu finden – anstatt sich in Problemen festzubeißen. Bronée nennt das „Power Pausing“.

Ich probier das in den nächsten Wochen bewusst aus. Mal sehen, was das mit mir macht.