Sonnenklar, was die Aufmunterung dieser Woche ist: Das Erlanger Poetenfest. Beginn heute, alle Infos auf der Website 43. Erlanger Poetenfest. Wie schon seit vielen Jahre werde ich freudig die Lesenachmittage am Samstag und Sonntag besuchen!

Sonnenklar, was die Aufmunterung dieser Woche ist: Das Erlanger Poetenfest. Beginn heute, alle Infos auf der Website 43. Erlanger Poetenfest. Wie schon seit vielen Jahre werde ich freudig die Lesenachmittage am Samstag und Sonntag besuchen!

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Im Fernsehen läuft jede Menge Quatsch. Manche Sendungen finde ich aber richtig unterhaltsam und gut; eine davon ist die Quiz-Show „Gefragt – Gejagt“ in der ARD. Die durchaus anspruchsvollen Fragen stehen im Mittelpunkt, es gibt kein nerviges Gelaber, Mitwissen oder Mitraten macht mir sehr viel Spaß und entspannt mich. Bereits gesendete Folgen gibt es in der Mediathek, empfehlenswert beispielsweise zum Zeitvertreib auf längeren Zugfahrten. Heute Abend läuft ein Prominentenspecial zur Prime Time. Da freu ich mich schon drauf. 🙂
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We first make our habits, and then our habits make us.
John Dryden (1631 – 1700), englischer Dichter und Dramatiker
Deshalb: Überprüfe von Zeit zu Zeit deine Gewohnheiten. Welche sind hilfreich und machen dich zufrieden? Welche hemmen oder hindern dich – und sollten daher von Bord?
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Diese Woche eine Schreibanregung: Lasst eines eurer Möbelstücke sprechen. Lasst es darüber erzählen, wie die Welt aus seinem Blickwinkel aussieht. Was es erlebt, wie es sich fühlt. So ein Perspektivwechsel kann sehr erfrischend sein.
Ihr könnt natürlich auch mehrere Möbelstücke miteinander sprechen lassen.
Möbelgespräch
In einem Esszimmer, Dezember 2020, kurz nach 20.00 Uhr.
Ah, nun sollte Ruhe sein für heute. Licht ist aus, die Tür ist zu. Endlich kein Gewicht mehr auf mir. Seit sie jeden Tag den ganzen Tag auf mir sitzt und abends zum Essen auch noch, fühle ich mich doch sehr belastet. Meint ihr, morgen früh geht’s gleich weiter? Oder ist schon Wochenende? Tisch, haben sie Wein zum Abendessen getrunken? Das machen sie doch meist nur freitags und samstags.
Oh Mann, Stuhl Nordwest, dass du auch nicht bis fünf zählen kannst! Heute war Tag vier, also Donnerstag, morgen nochmal, dann ist Wochenende. Außerdem hat sie doch vorhin darüber gesprochen, dass sie morgen einen langen Workshop moderiert. Dass du auch nie zuhörst!
Ja, du hast leicht reden, Tisch! Auf dir sitzt niemand drauf! Du trägst nur die leichten Sachen. Da könnte ich auch besser zuhören. Auf mir sitzt sie jeden Wochentag, von früh bis spät und nochmal abends!
Moment mal, ich bin auch stärker belastet. Der ganze Bürokram, den sie morgens auf mich draufstellt, das war früher ja auch nicht.
Jetzt seid doch nicht so griesgrämig, ihr beiden. Es hat doch auch sein Gutes. Wir haben jetzt viel länger Gesellschaft als früher. Ich finde es interessant, was tagsüber so passiert. Die vielen verschiedenen Stimmen, worüber die so alles sprechen.
Ach sei doch still, Stuhl Nordost! Für dich hat sich nichts geändert. Er sitzt nur abends auf dir, so wie immer, tagsüber hast du nichts zu tun. Du weißt ja nicht, wie das ist, wenn man die ganze Zeit das Gewicht eines Menschen tragen muss. Das ist eine große Verantwortung!
Na also… Auf mich legt sie tagsüber manchmal ihre Füße. Ich mag diese bunten Wollsocken, die sie trägt.
Ja, die finde ich auch recht hübsch. Ich würde mich übrigens freuen, wenn häufiger jemand auf mir Platz nehmen würde. Da sind Stuhl Südost und ich uns einig. Stimmt’s, Stuhl Südost?
Ganz richtig, Stuhl Südwest. Wir beide werden ja gar nicht mehr gebraucht. Seit Monaten hat niemand mehr auf uns gesessen. Es kommt keiner mehr. Das finde ich sehr traurig.
Ob das wohl jetzt so bleibt? Dass die beiden immer hier sind, dass sie jeden Wochentag den ganzen Tag auf mir sitzt und sonst niemand mehr kommt? Stuhl Nordost, wo du so gerne zuhörst: Weißt du vielleicht etwas?
Schwer zu sagen. Ich glaube, sie wissen es selbst nicht.
Ach, mir würde es schon helfen, wenn sie für eine Zeit auf einem von euch sitzen würde. Mein Sitzbezug ist schon ganz rau… Und ihr Südstühle wärt ja anscheinend glücklich, wenn ihr mehr zum Einsatz kämt.
Das stimmt! Aber wir können es ihr nicht sagen. Sie kann uns ja nicht hören…
Tja, ihr Stühle, dann können wir nur hoffen, dass sie von selbst auf den Gedanken kommt. Huch, die Tür geht auf. Ist die Nacht schon vorbei? Seid alle still!
Die Frau wirft einen prüfenden Blick ins Esszimmer. Durchs bodentiefe Fenster fällt das Licht der Straßenbeleuchtung in den Raum. Die Frau murmelt:
Hm, alles ruhig. Komisch, ich dachte, ich hätte Stimmen gehört. Die Pandemie macht mich schon ganz irre…
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In dieser Woche habe ich mich im Job oft genervt gefühlt. Im Moment habe ich zu viele Themen auf dem Tisch und manche davon finde ich einfach doof. Damit ich mich nicht zu sehr in diese – hoffentlich temporäre – Unzufriedenheit hineinsteigere, habe ich mir gestern drei Minuten für ein Brainstorming genommen und aufgeschrieben, was mir in dieser Woche Freude bereitet hat. Auf 18 Dinge bin ich gekommen, teils größere und auch ganz kleine, vier davon arbeitsbezogen. Immerhin.
Das macht mich zwar nicht sofort wieder zufrieden, zeigt mir aber, dass selbst in einer nervigen Woche viele schöne Sachen passiert sind.
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Es ist Sommer, da braucht der Mensch ein erfrischendes Getränk. Wie wäre es mit einem Smoothie aus heimischen Beeren, einem lauwarmen Tee aus Kräutern vom Balkon oder einfach einem kühlen Wasser direkt aus dem Hahn?
Auf eines sollte man stets achten: Ausreichend Nachschub parat haben, denn schon Wilhelm Busch wusste:
Ein Trinkgefäß, sobald es leer, macht keine rechte Freude mehr.
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A propos „alles schaffen“: Dass in Wirklichkeit niemand multitaskingfähig ist, wussten schon die alten Chinesen. *
Wer zwei Hasen gleichzeitig jagt, wird keinen davon fangen.
Konfuzius (um 500 v.Chr.) – und andere
* Wahlweise auch die Ungarn und die Russen – für das Zitat finden sich im Internet auf Anhieb verschiedene Quellen.
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Das Mantra „Du kannst alles schaffen, wenn du es wirklich willst“ ist für mich nur auf den ersten Blick selbstbestärkend. Selbst wenn es ehrlich gemeint ist, birgt es ein Risiko. Denn in Wirklichkeit kann niemand „alles“ schaffen. Es gibt Grenzen.
Gerade Frauen wird aber eingetrichtert, dass sie sich nur mehr anstrengen müssen, um „alles“ zu schaffen und zu sein: fürsorgende Mutter, hingebungsvolle Ehefrau, selbstlose Tochter, inspirierte Haushaltschefin, kreative Freizeitmanagerin, empathische Kollegin, erfolgreiche Karrierefrau – natürlich mit stets strahlendem Lächeln, faltenfreier Haut und knackigem Po.
Wenn eine das nicht schafft oder unter der Last unglücklich oder gar krank wird, dann will sie es wohl nicht wirklich! Dann hat sie versagt und ist selbst schuld an ihrer Misere. Im schlimmsten Fall ist der Glaubenssatz also selbstzerstörerisch.
In die gleiche Richtung zielend, aber viel inspirierender, weil spezifischer, finde ich indes ein Zitat von Mae Jemison, einer ehemaligen NASA Astronautin:
Never be limited by other people’s limited imaginations… If you adopt their attitudes, then the possibility won’t exist because you’ll have already shut it out… You can hear other people’s wisdom, but you’ve got to re-evaluate the world for yourself.
Veröffentlicht unter Aufmunterung der Woche
Letztes Wochenende war ich bei der Schreibwerkstatt. Das ist für mich immer eine Aufmunterung! Eine der Schreibanregungen war das Gedicht „Der Ort“ von Bernd Jentzsch. Jentzsch schildert darin den Ort einer glücklichen Kindheit, die meisten Zeilen beginnen mit „wo ich“. Aufgabe war, einen eigenen persönlich bedeutsamen Ort zu beschreiben und dabei Jentzsch formal locker zu folgen. Für mich war schnell klar, über welchen Ort ich schreiben will!
Welchen Ort möchtest du lyrisch zum Leben erwecken?
Der Ort Wo ich mich im ersten Jahr sehr stolz und zugleich wieder klein gefühlt habe. Wo ich entdeckt habe, dass mir das Lernen auch hier leicht fällt. Wo ich mich beim Unterstufenfasching in den DJ aus der Kollegstufe verknallt habe. Wo mir von Jahr zu Jahr bewusster wurde, dass die englische Sprache eine meiner Leidenschaften ist; Dafür aber der Sportunterricht immer schrecklicher und quälender wurde. Wo ich in Erdkunde heimlich Kartoffelchips aus der Tüte unter der Bank gefuttert habe. Wo ich Freundschaften geschlossen habe, von denen zwei bis heute halten. Wo ich mich mit meiner ersten großen Liebe von einer Schulfeier davongestohlen und im dunklen Gang vor den Physiksälen gelacht, geknutscht, geschwiegen habe. Wo ich in Geometrie manchmal den Vordermann mit dem Zirkel in den Rücken gepikst habe, wenn der beim Stuhlkippeln nahe genug kam. Wo ich auf der Schulbühne nach der Theaterpremiere gespürt habe, wie wunderbar sich Applaus anfühlt. Wo mir bei der Übergabe des Abiturzeugnisses bewusst wurde, dass mir jetzt die Welt offen steht. Wo ich 30 Jahre nach dem Abitur während der Schulführung in drei Klassenzimmern ein kleines Kreideherz an die Tafel gemalt habe.
Veröffentlicht unter Aufmunterung der Woche, Futter für Geist und Seele, Geschichten
Anfang der Woche bin ich – wie üblich – mit dem Rad zum Fitness-Studio gefahren. In Gewohnheitstier-Manier wollte ich mein Rad an der Stelle abstellen, wo ich es immer abstelle. Dort war aber kein Platz. So war ich gezwungen, in etwa 30 Schritt weiterer Entfernung zu parken – worüber ich mich einen Moment lang gegrämt habe. Ein wenig lächerlich, ich weiß.
Direkt neben dem zwangsweise gewählten ungewohnten Stellplatz war ein Beet mit Rosen. Als ich mein Fahrrad abschloss, strömte mir wunderbarer Rosenduft in die Nase! Der lächerliche Gram war sofort verflogen und ich hab meine Nase bewusst ganz tief in mehrere Rosenblüten gesteckt. Herrlich!
Was ich außer dem Genuss des Duftes noch mitgenommen habe: Gelassen bleiben, auch bei relevanteren unerwarteten Änderungen. Offen sein für die neue Situation, denn sie kann auch Gutes bringen, mit dem man gar nicht gerechnet hätte.
Heute Abend radle ich übrigens wieder zum Fitness-Studio. Wo werd ich nur mein Rad abstellen?
Veröffentlicht unter Aufmunterung der Woche