Monatsarchiv: November 2006

Mr. Right oder Herr Griffbereit?

Wenn die letzte feste Beziehung in so weite Ferne gerückt ist, dass du das Gefühl hast, sie hätte in einem früheren Leben stattgefunden, kannst du schon mal auf komische Gedanken kommen. Zum Beispiel auf den: Es ist besser, mit jemanden, irgendjemandem zusammen zu sein als mit niemandem. Und den: Es muss ja nicht unbedingt der Traummann sein, Kompromisse muss man doch sowieso in jeder Beziehung machen. Es würde schon reichen, wenn er einigermaßen zu mir passt und ich ihn gut leiden kann.

Allen, die jetzt sagen, ja klar, genau so ist es, und dabei an ihren Eheringen drehen, sei ihr Frieden gegönnt.

Doch denen, die auf der Suche sind, möchte ich raten: Haltet nicht Ausschau nach Jemandem, sondern nach dem Richtigen. Mit Jemandem, der nicht der Richtige ist, zusammen zu sein, macht die Einsamkeit größer als allein zu bleiben.

Die Glücklichen, die schon einmal einen Menschen von Herzen geliebt haben und zurück geliebt worden sind, wissen wie es sich richtig anfühlt. Da ist eigentlich ganz klar, dass irgendetwas anderes auf Dauer nicht akzeptabel ist.

Aber, hey, wenn du dir eben nicht mehr so ganz sicher bist, ob dein letzter Freund tatsächlich real war oder ob du ihn nicht gerade mit diesem gut aussehenden Neurochirurgen aus der neuen Ärzteserie verwechselst, solltest du dir keine Vorwürfe machen, wenn du das zwischenzeitlich mal vergisst.

Versuche dich zu erinnern. Und nicht nur mit dem Kopf, sondern mit allem, was du hast. Denn wenn es dir wieder eingefallen ist, hilft die Erinnerung beim Warten.