Monatsarchiv: September 2023

Aufmunterung der Woche (39/2023)

Gestern haben sich liebe Menschen bei mir bedankt. Über diesen Dank und die Wertschätzung habe ich mich so sehr gefreut. Ein wahrer Glücksmoment, der mich sicher noch einige Zeit aufmuntern wird.

Aufmunterung der Woche (38/2023)

Weise Worte aus dem 18. Jahrhundert, gerade auch in unserer ultraschnellen Zeit hilfreich.

Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.
Friedrich Schiller (1759 – 1805)

Aufmunterung der Woche (37/2023)

Beim ersten Milchkaffee heute Vormittag ist mir dieser Kalenderspruch begegnet.

Was für eine aufmunternde Idee! Mein Plan: Ich sammle ab jetzt jeden Tag einen Moment und notiere ihn. Mal sehen, was das mit mir macht. In vier Wochen werde ich Bericht erstatten.

Aufmunterung der Woche (36/2023)

Am 08. September 1804 wurde Eduard Mörike geboren. 1827 fing er im Gedicht „Septembermorgen“ die Stimmung ein, die ganz genau zu den herrlichen Spätsommertagen passt, die wir derzeit erleben.

Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Mein Poetenfest 2023

Die Wettergötter waren launisch dieses Jahr. Beide Lesenachmittage mussten im Verlauf wegen des Regens vom Schlossgarten ins Theater verlegt werden. Das war zwar schade, führte aber zu einem schönen Bild: eine bunte Karawane von Regenschirmen und Kapuzen, unter denen lauter literaturbegeisterte Menschen stecken.

Mein Top-Highlight war die Lesung und vor allem das Gespräch mit Ulrike Draesner. „Die Verwandelten“ thematisiert Gewalterfahrungen im Krieg, insbesondere Vergewaltigung. Basierend auf zahlreichen persönlichen Gesprächen mit Betroffenen und Recherche in der eigenen Familiengeschichte gibt Draesner in ihrem Roman deutschen und polnischen Frauen der Kriegs- und Nachkriegsgeneration eine Stimme.

Weitere Lesungen, die mich neugierig gemacht haben:

Elena Fischer: „Paradise Garden“: Mit wenig Geld, dafür viel Erfindungsreichtum leben Billie und ihre Mutter in einer Hochhaussiedlung. Als Billie 14 ist, stirbt die Mutter und der Besuch der ungarischen Großmutter rückt ungeklärte Fragen der Vergangenheit ins Licht. Schließlich bricht Billie auf, um Antworten auf diese zu finden, zum Beispiel: Wer ist mein Vater? Oder: Woher kommt meine Sehnsucht nach dem Meer?

Charlotte Gneuß: „Glittersee“: Dresden, Mitte der 1970er Jahre, die Protagonistin Karin ist 16. Ihre erste große Liebe begeht Republikflucht und Karin gerät in die Maschinerie des Staatssicherheitsapparates.

Tommie Goerz: „Das Tal“: Der Erlanger wurde mit fränkischen Regionalkrimis bekannt. „Das Tal“ ist kein Krimi, sondern erzählt von einem Bauernsohn in der Fränkischen Schweiz, der beide Weltkriege erlebt, als Metzger, Flößer, Bauer arbeitet und Zeit seines Lebens mit den Geistern der Vergangenheit ringt.

Angelika Klüssendorf: „Risse“: Zehn Erzählungen zeigen uns ein Kinderleben in der DDR der 1960er und 1970er Jahre. Lakonisch und eindringlich schildert Klüssendorf im gelesenen Text, wie ein Mädchen mit den jährlich zu Ostern wiederkehrenden Selbstmordversuchen ihres Vaters umgeht.

Raoul Schrott: „Inventur des Sommers. Über das Abwesende“: Lyriklesungen beim Poetenfest sind für mich meist schwierig, oft fliehe ich. Raoul Schrott hat mich mit seinem humorvollen und wahrlich poetischen Vortrag jedoch zum Sitzenbleiben und vergnügtem Zuhören gebracht.

Danke, liebes Poetenfest, einmal mehr, für zwei wunderbare Nachmittage! Bis zum nächsten Jahr!

Aufmunterung der Woche (35/2023)

Heute eine Ermunterung, in Beziehungen reflektiert und selbstbewusst zu sein.

Never make someone a priority when all you are to them is an option.
Maya Angelou