Unsere wunderbare Ferienwohnung liegt in Vello, einem Ortsteil von Marone. Am nördlichen Ende von Vello beginnt die sogenannte Passegiata Vello – Toline. Die frühere Küstenstraße wurde vor einigen Jahren für den Autoverkehr gesperrt und ist nun Radfahrern und Spaziergängern vorbehalten.
Seeuferspaziergang Vello – Toline Autostraße, früher einmal Felsen ragen auf Grüne Hügel, sanfte Wellen Häuser an den Hang geklebt Feigenbäume, Eidechsen beim Sonnenbad Frischer Wind, Gewitterwolken Schnell nach Haus!
Pfingstmontag: Wir starten in den Urlaub! Ziel für diesen Tag: Brescia in der Lombardei, etwa 40 Kilometer von unserem eigentlichen Urlaubsort, dem Iseosee, entfernt. Wir reisen mit der Bahn und längere Bahnreisen bergen ein gewisses Abenteuerpotenzial… Diesmal geht aber alles gut!
Auf nach Italien! Züge alle pünktlich Mittags übern Brenner Espresso Doppio in Verona In Brescia abends kleiner Stadtrundgang: Piazzas, Gassen, Dom, Rhinozeros Pizza und Birra Ins Hotel hundemüde
Das Wetter in Brescia ist leider ziemlich regnerisch. Deswegen gibt es am Ankunftsabend nur einen kleinen Spaziergang und den folgenden Vormittag verbringen wir im Museum. Der ehemalige Klosterkomplex San Salvatore – Santa Giulia beherbergt heute Brescias Stadtmuseum mit mehreren Gebäuden (darunter ehemalige Klosterkirchen) und zahlreichen Ausstellungsstücken aus prähistorischer und romanischer Zeit bis in die Renaissance. Die Orientierung fällt uns trotz Lageplan schwer. Dennoch sammeln wir einige schöne Eindrücke, bevor wir am frühen Nachmittag unseren Mietwagen abholen und nach Marone am Ostufer des Iseosees fahren.
Bei unserer Ankunft hat der Regen aufgehört und die Abendsonne beleuchtet den See. So sieht das vom Balkon unserer Ferienwohnung aus.
Im Rahmen seiner Tätigkeit am Weimarer Hof verfasste Goethe mehrere Maskenzüge: eine Verbindung von Karnevalsumzug und barocker Selbstinszenierung des Hofes; multimediale Gesamtkunstwerke mit Text, Musik, Tanz und Pantomime in festlichen Kostümen und üppiger Dekoration. Goethe sah diese Auftragsarbeiten kritisch und bezeichnete seine Arbeit daran in einem Brief als „Dienst der Eitelkeit“. 1
Dennoch, folgende Zeilen aus dem letzten Weimarer Maskenzug von 1818 sind die Aufmunterung der Woche:
Fürwahr, es wechselt Pein und Lust. Genieße, wenn du kannst und leide, wenn du mußt, vergiß den Schmerz, erfrische das Vergnügen. Zu einer Freundin, einem Freund gelenkt, mitteilend lerne, wie der andre denkt. Gelingt es dir den Starrsinn zu besiegen, das Gute wird im ganzen überwiegen.
Robert Frosts „The Road Not Taken“ gehört zu den populärsten Gedichten im englischen Sprachraum und lässt viel Raum für Interpretation (siehe z.B. Wikipedia, The Paris Review, Modern American Poetry Site). Für mich drücken Frosts Zeilen aus, dass jede Entscheidung für etwas auch eine Entscheidung gegen etwas bedeutet – es kann gar nicht anders sein. Deswegen ist es wenig sinnvoll, zu viel über Entscheidungen zu grübeln – vor allem nicht über bereits getroffene. Keine Angst vor ungelebtem Leben!
In dem Mimikresonanz-Seminar, das ich im Januar besucht habe, bekamen wir die Gelegenheit, eine Postkarte an unser zukünftiges Ich zu schreiben. Die Trainerin sammelte die geschriebenen Karten ein und sagte, sie würde sie irgendwann im Lauf des Jahres an uns per Post senden. Meine Postkarte kam gestern bei mir an. Ich hatte unter anderem darauf geschrieben, wie gut mir das Seminar tut und wie inspirierend ich es empfinde. Das gestern wieder zu lesen, hat nicht nur die Erinnerung an dieses wunderbare Wochenende wieder geweckt, sondern auch die Energie daraus wieder aufleben lassen.
Selbstverständlich gibt es Services im Internet, mit deren Hilfe man einen Brief (E-Mail) an sein zukünftiges Ich schreiben kann, z.B. https://www.futureme.org/.
Die Aufmunterung der Woche ist diesmal grün. Dienstagabend sind wir aus einem wunderbaren Italienurlaub zurückgekommen. Eine Freundin, die gleich nebenan wohnt, hat sich um unsere Pflanzen gekümmert. Auf dem Balkon hat sich in den zwei Wochen einiges getan! Vor allem die Minze und die Petersilie sind prächtig gewachsen, und auch der Rosmarin und Thymian machen eine sehr gute Figur. Speis und Trank können also ab sofort mit frischen Sommeraromen verfeinert werden.