Aufmunterung der Woche (46/2023)

Manchmal kann es wohltuend sein, mit der eigenen Seele bedachtsam in der Düsternis zu flanieren – wie beim Lesen von Rilkes Gedicht „Herbstabend“.

Herbstabend
Wind aus dem Mond,
plötzlich ergriffene Bäume
und ein tastend fallendes Blatt.
Durch die Zwischenräume
der schwachen Laternen
drängt die schwarze Landschaft der Fernen
in die unentschlossene Stadt.

Rainer Maria Rilke, 1875-1926

Aufmunterung der Woche (45/2023)

Über die firmen-interne Lernplattform meines Arbeitgebers habe ich Zugang zu einer inspirierenden Key Note von Jeanette Bronée. Sie schlägt vor, im Alltag immer einmal wieder (z.B. zwischen zwei Meetings) innezuhalten und sich zu fragen: Was brauche ich gerade, um meine nächste Aufgabe anzugehen?

Das Innehalten und Reflektieren reduziert das akute Stressempfinden und hilft dabei, mögliche Lösungsansätze zu finden – anstatt sich in Problemen festzubeißen. Bronée nennt das „Power Pausing“.

Ich probier das in den nächsten Wochen bewusst aus. Mal sehen, was das mit mir macht.

Aufmunterung der Woche (44/2023)

Happy Halloween!

Aufmunterung der Woche (43/2023)

Kommende Nacht wird die Uhr umgestellt und damit bricht endgültig die dunkle Jahreszeit an. Für viele ist das keine Aufmunterung. Wir bekommen durch die Zeitumstellung jedoch eine Stunde geschenkt – ich weiß, im Frühjahr wird sie uns wieder gestohlen… Der Tag morgen hat aber eine Stunde mehr. In der geschenkten Stunde kann man etwas Gutes für sich tun, zum Beispiel träumen – schlafend oder wachend.

Einladung zum Träumen: nahe des Col de Rousset, Vercors, Frankreich, Ende Mai 2023

Aufmunterung der Woche (42/2023)

Im Garten der Zeit wächst die Blume des Trostes.
aus Rumänien

Aufmunterung der Woche (41/2023)

Vor vier Wochen hatte ich meinen „Moment mal“-Moment. Seitdem notiere ich täglich einen merk-würdigen Moment.
Was hat das bewirkt? Ich gehe aufmerksamer durch den Tag, weil ich innerlich Ausschau halte nach dem Moment, der festgehalten wird. Die Entscheidung darüber treffe ich am Abend, beim Zubettgehen oder erst am Folgetag. Manche Tage halten mehrere ähnlich wertvolle Momente bereit, an anderen sticht einer heraus. Nur an einem Tag habe ich einen frustrierenden Moment notiert, alle anderen waren fröhlich.
Ich werde diese Gewohnheit erst einmal weiterführen, denn sie lässt mich bewusster erleben und bereitet mir viel Freude.

Aufmunterung der Woche (40/2023)

Die Aufmunterung ist diese Woche eine Ermunterung für alle in Bayern und in Hessen: Am Sonntag ist Wahl. Wenn du wahlberechtigt bist, geh hin und gib deine Stimme ab! Demokratie ist ein Privileg, das wir schätzen und pflegen sollten.

Im Zirkus

Ich arbeite in einem Zirkus. Die Vorstellungen finden täglich statt, die ersten Auftritte beginnen kurz nach acht, ab halb zehn sind die Ränge gefüllt. Eine strenge Trennung zwischen Zuschauern und Akteuren gibt es nicht, alle dürfen die Manege betreten. Es gibt geheimnisvolle Zauberkünstler, waghalsige Artisten und natürlich Clowns, lustige und traurige. Unser Zirkuszelt ist das oberste Stockwerk eines modernen Hochhauses in bester Lage der Innenstadt, voll klimatisiert und ausgefallen eingerichtet.

Unsere Direktorin heißt Klarissa. Sie hält die Zügel fest und sicher, aber nicht allzu straff. Ihr Credo lautet: Freiraum für Kreativität. Klarissas kupferrote Locken fließen glänzend über ihre Schultern und ihre Business-Kostüme in kräftigen Farben sitzen stets wie angegossen. Klarissas Stimme füllt jeden Raum, auch bei Gastspielen (Kunden). Wenn ein besonders umkämpfter Auftrag gewonnen wurde, erlaubt sie sich ein mädchenhaftes Kichern, doch schadenfroh habe ich sie nie erlebt. Niemand stellt Klarissas Autorität infrage, ihr Wort zählt und was sie will, wird gemacht. Dazu braucht sie keine Peitsche, noch nicht einmal eine Pfeife. Neuzugänge werden unter ihrem Kommando in kürzester Zeit handzahm. Selbst die schillerndsten Pfaue und die eigensinnigsten Ponys lernen bereitwillig ihre Kunststückchen. Wie Klarissa das schafft, ist ein Rätsel, denn, wie gesagt: keine Peitsche, keine Pfeife, lockere Zügel.

Ich arbeite in einem Zirkus. Jeden Tag freue ich mich auf die Vorstellung. Ich bin ein fester Teil der Kompanie und ich bin es gerne. Es mag seltsam klingen, aber gerade hier im Zirkus kann ich ich selbst sein, ohne Maskerade. Wenn es nötig wäre, würde ich durch brennende Reifen springen, den dreifachen Salto ohne Netz wagen oder frisch geschärfte Schwerter schlucken.

Glücklicherweise reicht es, wenn ich überzeugende Werbetexte für unsere Kunden liefere. Aber die Arbeit an der neuen Kampagne fühlt sich an, als hätte im Spiegellabyrinth jemand das Licht ausgemacht… Mir will und will nichts Originelles einfallen… Was tun? Vielleicht ist Klarissa noch in ihrem Büro und hat ein Zuckerl für mich!

Aufmunterung der Woche (39/2023)

Gestern haben sich liebe Menschen bei mir bedankt. Über diesen Dank und die Wertschätzung habe ich mich so sehr gefreut. Ein wahrer Glücksmoment, der mich sicher noch einige Zeit aufmuntern wird.

Aufmunterung der Woche (38/2023)

Weise Worte aus dem 18. Jahrhundert, gerade auch in unserer ultraschnellen Zeit hilfreich.

Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.
Friedrich Schiller (1759 – 1805)