Postkarte der Woche (19/2020)

Man darf jetzt wieder Menschen außerhalb des eigenen Haushalts treffen. Das nutzen wir sogleich und treffen diese und nächste Woche jeweils eine berühmte Dame in der National Gallery. Maske müssen wir dabei nicht tragen und auch die Abstandsregeln können wir getrost ignorieren. Dame der heutigen Woche ist die Muttergottes höchstselbst, gemalt von Leonardo da Vinci. Das Bild trägt den Titel „The Virgin of the Rocks“. Eine frühere Fassung des Gemäldes ist im Louvre in Paris zu sehen und die Geschichte dazu ist bei Wikipedia zu lesen.

Kleine Freuden

Sehr vieles geht gerade nicht und das ist oft schmerzhaft. Manches geht jedoch nach wie vor, zum Beispiel einfach mal raus in die Natur. Heute war ein schöner Tag zum Wandern und es hat wirklich gut getan.

Postkarte der Woche (18/2020)

Spaziert man von der Tate Britain nordwärts an der Themse entlang, kommt man an den Houses of Parliament und Big Ben vorbei. Ein Stück später zweigt links die Downing Street ab, wir aber gehen weiter geradeaus, vorbei an prächtigen historischen Gebäuden, bis wir schließlich Trafalgar Square erreichen. Beim Überqueren des Platzes werfen wir einen Blick hinauf zu Admiral Nelson auf der hohen Säule, vielleicht lässt das Sonnenlicht uns blinzeln. Nun sind es nur noch ganz wenige Schritte. Selbstverständlich halten wir einen Moment inne und bewundern das Gebäude mit seinen imposanten Säulen im Eingangsbereich, bevor wir die Stufen hinaufsteigen und hineingehen: die National Gallery beherbergt eine der größten Gemäldesammlungen der Welt.

Eines ihrer Gemälde trägt den Titel „Saint Michael triumphant over the Devil with the Donor Antonio Juan“, gemalt 1468 von Bartolomé Bermejo. Der Erzengel trägt eine prächtige goldene Rüstung und wird dem Dämon gleich den Garaus machen. Vielleicht könnte er sich danach um Corona kümmern…

Wer das Bild in besserer Qualität sehen möchte und an weiteren Informationen interessiert ist, dem sei die Website der National Gallery empfohlen.

Postkarte der Woche (17/2020)

Heute vor 245 Jahren wurde Joseph Mallord William Turner in London geboren. Es kann gut sein, dass er und William Blake sich in London über den Weg gelaufen sind. Heute jedenfalls hängen die Bilder beider in der Tate Britain.

Die Postkarte der Woche zeigt „The Burning of the Houses of Parliament“, entstanden 1834. Das dargestellte Feuer brach im Oktober 1834 aus und Turner sah den Brand vom Südufer der Themse aus (sagt Wikipedia).

Postkarte der Woche (16/2020)

Vom Museum of London haben wir in die Tate Britain gewechselt. Dort finden wir viele Werke von William Blake (1757-1827, London). Blake war Maler und Dichter, Visionär und Mystiker. Zu Lebzeiten wurden seine Arbeiten zumeist ablehnend betrachtet, aber bis in die heutige Zeit inspiriert er Schriftsteller, Musiker und Filmemacher.

Blake’s Bilder sind oft mystisch-religiös angeregt, wirken psychedelisch und manchmal auch düster und unheimlich. Auf der Postkarte der Woche sehen wir „The Ghost of a Flea“, enstanden ca. 1819-20.

Ein einfaches Rezept

Gib in eine Schüssel: Eine reichliche Portion Verstand, vom scharfen; ebenso viel Humor, vom feinen.
Mische Ängstlichkeit und Neugier im Verhältnis 2 zu 3 und siebe beides in die Schüssel.
Gieße eine mittlere Portion Angepasstheit dazu (verflüchtigt sich später in Teilen).
Knete mit den Händen alles kräftig durch und sprich dazu einen Zauberspruch nach Wahl (auch möglich: Singen oder Dichten).
Würze mit Freundlichkeit (großzügig) und Arroganz (nur wenig, wird sonst bitter).
Über Nacht an einem ruhigen Ort ziehen lassen.
Kurz vor dem Servieren noch einmal gut durchrühren, bei Bedarf Nachwürzen und heiteren Herzens genießen.

Postkarte der Woche (15/2020)

Wir tun Ungeheuerliches: Wir ignorieren Corona, Brexit und Naturgesetze. Von der Bretagne hüpfen wir einfach mal so nach London. Und gehen ins Museum! Im Museum of London finden wir einen Londoner Stadtplan von 1575. Ganz rechts am Themseufer ist der Tower of London zu erkennen.

Postkarte der Woche (14/2020)

Letzte Station in der Bretagne ist die Pointe du Raz, einer der westlichen Zipfel. Laut Wikipedia bezeichnet der Begriff „raz“ im Bretonischen eine schnelle Meeresströmung und hat denselben Ursprung wie das deutsche Wort „rasen“. Da kann es dann schon mal einen Sturm geben, wie die Postkarte beweist.

Nächste Woche verlassen wir Frankreich und machen einen Sprung Richtung Nordosten!

Postkarte der Woche (13/2020)

Von Carnac aus erkunden wir die Bretagne weiter. Nach etwa 130 Kilometern Richtung Nord-Nordwest kommen wir in den Wald von Huelgoat, der mit der Artussage verknüpft ist. Wir finden beispielsweise die Artusgrotte, das Camp d’Artus und den Feenteich. Zudem gibt es den Wildschweintümpel, den Zitterfelsen und die Teufelsgrotte. Und es darf ungeordnet zugehen im Wald: „le Chaos“, zu sehen auf der Postkarte.

Postkarte der Woche (12/2020)

Wir bleiben in der Bretagne, begeben uns ins Département Morbihan nach Carnac. Die Postkarte der Woche zeigt Le Ménec, das mit 1169 Menhiren zu den großen Alignements von Carnac gehört. Da hatte Obelix ganz schön was zu tun!