Lyrik der Woche (15/2019)

Der Duden definiert die Ballade als Gedicht, in dem ein handlungsreiches, oft tragisch endendes Geschehen erzählt wird.

Eine der bekanntesten deutschsprachigen Balladen ist „John Maynard“ von Theodor Fontane (Erstveröffentlichung 1886). John Maynard ist Steuermann des Passagierdampfers „Schwalbe“, der auf der Fahrt über den Eriesee von Detroit nach Buffalo in Brand gerät. John Maynard bleibt auf seinem Posten, bis das rettende Ufer von Buffalo erreicht ist, kommt jedoch selbst ums Leben. Die Geschichte hat einen wahren Hintergrund und wurde von Fontane poetisiert. Der Wikipedia-Artikel „John Maynard“ hat mehr Details.

Hier die sechste bzw. siebte Strophe:

„Noch da, John Maynard?“ Und Antwort schallt’s
mit ersterbender Stimme: „Ja, Herr, ich halt’s!“
Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
jagt er die „Schwalbe“ mitten hinein.
Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
Rettung: der Strand von Buffalo!

Es gibt verschiedene Vertonungen in Liedform, die mich wenig angesprochen haben. Toll finde ich hingegen die Rezitation von Otto Sander.

P.S.: Liebe Hanna, herzlichen Dank für die Anregung! 🙂

2 Antworten zu “Lyrik der Woche (15/2019)

  1. 😊 die Rezitation mag ich auch sehr. Die Hintergrundinformationen kannte ich noch gar nicht, oder wieder vergessen. Ganz liebe Grüße

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