Lyrik der Woche (42/2019)

Die Tage werden immer kürzer und manche sind recht trübe. Theodor Storm verrät uns in seinem „Oktoberlied“, wie man sich diese verschönern kann (Strophen 1/4, 5 und 6).

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

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