Lyrik der Woche (52/2019)

Heute vor 140 Jahren, am 28.12.1879, stürzte der Schnellzug von Edinburgh nach Dundee in den Firth-of-Tay, als der Mittelteil der Firth-of-Tay-Brücke unter dem Gewicht des Zuges und der Windlast eines Orkans nachgab und zusammenbrach. 75 Menschen kamen ums Leben.

Theodor Fontane verarbeitete das Unglück in seiner Ballade „Die Brück‘ am Tay“. Drei Hexen verabreden sich zu Beginn…

„Wann treffen wir drei wieder zusamm‘?“
„Um die siebente Stund‘, am Brückendamm.“
„Am Mittelpfeiler.“
„Ich lösch die Flamm‘.“
„Ich mit.“
„Ich komme vom Norden her.“
„Und ich vom Süden.“
„Und ich vom Meer.“

„Hei, das gibt ein Ringelreihn,
und die Brücke muß in den Grund hinein.“
„Und der Zug, der in die Brücke tritt
um die siebente Stund‘?“
„Ei, der muß mit.“
„Muß mit.“
„Tand, Tand
ist das Gebilde von Menschenhand.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s