Sichtwechsel


In meinem Fitness-Studio haben Männer keinen Zutritt. Es sei denn, sie sind ungefähr sieben Jahre alt und werden von einem Mitglied auf einen Stuhl an der Theke gesetzt; so wie gestern Nachmittag. Im Trainingszirkel waren gerade ein Dutzend Frauen dabei, auf verschiedenartigen Geräten zu laufen und zu strampeln, zu ziehen und zu drücken.

 

Der Blick des Jungen sagte: Was in aller Welt macht ihr da? Für einen Siebenjährigen muss das nach Langeweile pur aussehen. Für die schwitzenden Frauen hingegen hat das Training eine Bedeutung.

 

Bei allem was man tut, sollte man sich ab und zu fragen, wie das ganze aus einer anderen Perspektive aussieht. Wie wirkt mein Verhalten auf andere? Was sehen sie?

 

Dabei geht es nicht darum, es den anderen recht zu machen. Nein, es geht darum, Handlungen und Reaktionen von anderen besser verstehen zu können, wenn man sich überlegt, wie das eigene Verhalten auf sie wirken muss.

 

Und – wahrscheinlich am Wichtigsten: Ein Sichtwechsel hilft oft dabei, sich selbst ein bisschen weniger ernst zu nehmen. Ja, klar, eine Stunde lang auf einem metallenen Ding auf der Stelle zu treten, kann albern wirken. Ich mach’s trotzdem gern. Wer sein Leben mit Humor betrachtet, hat einfach mehr davon.

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