Monatsarchiv: Dezember 2008

Geschichten fürs Leben


Über die Weihnachtstage gab es zahllose Möglichkeiten, Märchen und ähnliche Geschichten zu konsumieren. Einige davon sprechen mich ganz besonders an; die bekomme ich immer wieder gerne erzählt.

Ein Klassiker: Charles Dickens’ „A Christmas Carol“. Die Geschichte von Ebenezer Scrooge, einem reichen Alten, der Mitgefühl und Wohltätigkeit für „Humbug“ hält. In der Weihnachtsnacht suchen ihn vier Geister heim, zuerst der seines verstorbenen Geschäftspartners und anschließend die Geister der vergangenen, der jetzigen und der zukünftigen Weihnacht. Sie führen Ebenezer die Folgen seiner Kaltherzigkeit vor Augen und prophezeien Dunkelheit und Tod. Davon aufgerüttelt beginnt Ebenezer am Weihnachtstag ein neues Leben; er öffnet Herz und Geldbörse und merkt, dass er dadurch reicher wird als je zuvor.

Wie glaubwürdig es ist, dass ein griesgrämiger Geizhals durch nächtliche Erscheinungen dauerhaft geläutert wird, sei dahin gestellt. Wichtig ist die Botschaft, die mit der Geschichte kommt: Du hast immer die Chance, dein Handeln zu verändern. Und es wird einen Unterschied machen. Vergangenes kannst du nicht zurück nehmen, aber die Zukunft hast du in der Hand.

Es gibt noch eine zweite Geschichte, die ich sehr mag: die vom verkannten und ungerecht behandelten Wesen, das am Ende den großen Preis gewinnt – das Aschenputtel genauso wie das hässliche Entlein. Das Entscheidende hier: Auch wenn es dir schlecht ergeht und die Welt dich nicht will, gib nicht auf, denn eines Tages findest du deinen Platz und wirst strahlen.

All diese Geschichten erzählen davon, dass Veränderung möglich ist und es somit immer Grund zur Hoffnung gibt – ein Gedanke, der Zuversicht und Vertrauen ins Leben gibt.

Ungleichgewichtige Unzulänglichkeiten


So ein Ego ist eine komische Sache: Ohnehin so gut wie immer präsent, macht es sich manchmal richtig breit. Will stets gepflegt und gestreichelt werden. Und wehe, es wird ihm einmal nicht recht gemacht; dann ist es bis ins Mark getroffen und spielt die beleidigte sissy. – Meines zumindest verhält sich so.

 

Fühlt sich das Ego beispielsweise unzureichend gewürdigt und übergangen, weil jemand anderes aus seiner Sicht bevorzugt behandelt wurde, herrscht helle Aufruhr. Wird diese nach außen getragen, trifft sie auf überraschte und betroffene Gesichter, denn kaum jemand hatte damit rechnen können.

 

So anstrengend das mitunter sein kann, hat es etwas sehr Gutes: Es wird in neue Richtungen gedacht, vernünftige Ziele werden definiert, frische Energie wird investiert. Das jäh ausgelöste Ungleichgewicht eröffnet die Chance, ein neues Gleichgewicht auf einem höheren Niveau zu erreichen. Ein grundlegendes Prinzip in entwicklungspsychologischen Ansätzen, zum Beispiel bei Jean Piaget.

 

Und so betrachtet bin ich meinem Ego doch sehr dankbar dafür, dass es so ist, wie es ist.

Eine Weihnachtsgeschichte


Die Nordmanntanne ist geschmückt, Plätzchen sind per Post gekommen, Glühwein steht in der Küche… Weihnachten bricht über uns herein!

 

Mein Beitrag: eine Weihnachtsgeschichte. Die Story selbst ist nicht von mir, ich kann mich allerdings nicht erinnern, wo ich sie gehört habe. Ist jedenfalls eine wunderbar schöne Liebesgeschichte. So schön, dass ich sie aufschreiben wollte.

 

Hier eine Leseprobe, im PDF die ganze Geschichte.

 

Später würde man sich an diesen Winter als einen der kältesten erinnern, den London jemals erlebt hatte. Der Schmutz aus unzähligen Schornsteinen legte sich als zäher Nebel über die Dächer und verdunkelte den Tag. Der Glanz der kurz bevorstehenden Weihnacht hatte es schwer, durch die rußige Schicht in die Herzen der Menschen zu gelangen. Die meisten waren in dieser Zeit froh, wenn es für eine warme Mahlzeit am Tag und genügend Holz für den Ofen reichte.

In einem kleinen Zimmer über einer Bäckerei lebten James und Mary. Die beiden kamen gerade aus mit dem, was sie verdienten, doch sie vermissten nichts, denn sie hatten einander. Nur jetzt, zu Weihnachten, wünschten beide, sie könnten es sich leisten, dem anderen ein Geschenk zu machen.

….

 

 

Eine Weihnachtsgeschichte

Damn, there are so many other things…


Der November war wirklich kein guter Monat für mein Buch. Insgesamt betrachtet hatte ich eine sehr schöne Zeit, aber zu wenig Zeit zum Schreiben bzw. wenn Zeit war, keine Lust. Ein guter Sonntagnachmittag war dabei, das war auch schon alles. Zwei Szenen sind entstanden und die Storyline hat sich ein Stück weiter erhellt.

 

Letzte Woche hab ich angefangen, eine kleine Weihnachtsgeschichte zu schreiben, mit der ich meine Leserschaft im Advent erfreuen will. Ich habe das Bedürfnis, einmal wieder etwas zu schreiben, das übersichtlich zu einem Ende kommt. Ich möchte häufiger ein fertiges Produkt in virtuellen Händen halten. Mir geistern noch zwei weitere Ideen für Geschichten im Kopf herum; eine schon seit etwa 2 Jahren, die andere seit einigen Monaten.

 

Vielleicht macht es Sinn, das Buch für eine Weile zugunsten kurzer Geschichten zurück zu stellen… I gotta work this out…