Monatsarchiv: Juli 2010

Musik – nicht nur für Männer

Es kommt nicht oft vor, dass ein Lied, das im Radio gedudelt wird, mich anregt, das Album eines Interpreten zu kaufen. Und auch in diesem Fall musste noch eine im wahrsten Sinne des Wortes günstige Gelegenheit dazu kommen. Gelohnt hat es sich sehr.

Die Rede ist von „Music for Men“ von der Band „Gossip“. Die Sängerin überzeugt durch Können und Power. Die zwölf Songs sind eingängig, aber trotzdem bleibt das Ohr erfreut an jedem hängen und langweilt sich nicht. Schon deshalb nicht, weil es keine eine Schublade für die Musik gibt. Ich fühle mich streckenweise an Synthie-Pop aus den 80ern erinnert (auf gute Art und Weise), gleichzeitig fetzen rockige Gitarren. Auch Elemente aus Punk und Soul sind zu finden. Einfach klasse.

Und wenn’s keine Schublade gibt, wird das Teil wohl eine Weile im CD-Player bleiben. Mir soll’s recht sein. 🙂

Kein gutes Ende

Hier ein weiteres Ergebnis einer literarischen Schnitzeljagd. Die Reizwörter waren: infam, Lockvogel, Nebelzeit, schmollen, Rattenschwanz, verschlingen, gurren, üppig, schwänzeln, Prügelknabe, ruppig.

Das kann ja kein gutes Ende nehmen!

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Nichts war mehr wie zuvor. Gerade hatte er seine Frau als Intrigantin bezeichnet, ihre Tat als infam. Sie hatte ihm nicht widersprochen.

Ruhig saß sie ihm gegenüber am gemeinsamen Esstisch. Er erinnerte sich daran, wie sie den Tisch bei einem Antiquitätenhändler entdeckt und einen guten Preis ausgehandelt hatten. Das war lange her.

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Eines Tages…

Frau Kuhnert schaute ihn mit großen Augen an. Ungläubig wanderte ihr Blick von den ungekämmten Haaren und den Bartstoppeln über das zerschlissene T-Shirt, die viel zu kurzen, ausgefransten Jeans bis zu den Socken. Der linke grell orange und links herum, der rechte geringelt und mit einem enormen Loch am großen Zeh.

„Herr Winter! Ist… ist alles in Ordnung?“ Offensichtlich warf sein Anblick sie völlig aus der Bahn. Er strahlte sie an. „In bester Ordnung, Frau Kuhnert, in bester. Ist der Chef da?“ Frau Kuhnerts Kopf nickte. Er gab ihr keine Zeit, ihn anzumelden, sondern steuerte direkt auf die Bürotür zu. Kurz klopfte er, dann trat er ein.

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