Monatsarchiv: September 2012

Popmusik, frisch und frech: „Vows“ von Kimbra

Kimbra Johnson aus Neuseeland kennt fast jeder. Nein? Doch, denn: Kimbra ist die Frau, die in der zweiten Hälfte von „Somebody That I Used To Know“ von Gotye mitsingt.

„Vows“, Kimbras eigenes Album, ist voll von richtig guter Popmusik. Eingängig im positiven Sinne und einnehmend sind die Songs und dabei sehr abwechslungsreich: Ein Song könnte so wie er ist auf Björks „Verspertine“ sein, der nächste auf einem der frühen Alben von Madonna. Auch an Neneh Cherry fühle ich mich manchmal erinnert.

Und trotzdem hat der Sound von Kimbra einen eigenen, frischen und frechen Charakter. Plus: Fühlt sich gut beim Joggen an. Was will man mehr?

There’s a new team in town…

… and it’s not foolin‘ ‚round ! 🙂

Kevin Dardis – Quizzing all over Franconia since 2004

Geschichten von Mäusen für Kinder und Erwachsene

Manchmal sind selbst wenig erleuchtende Fernseh-Diskussionen zu etwas nütze. Nämlich dann, wenn einer der Akteure die Erinnerung an eine besondere Geschichte aus Kinderzeiten wachruft. In diesem Fall an „Frederick“ von Leo Lionni.

Die Maus Frederick ist nicht wie die anderen Mäuse. Während die fleißig Nüsse, Weizen und Stroh für den nahenden Winter sammeln, sitzt Frederick träumerisch herum. Er sammelt Sonnenstrahlen, Farben und Wörter. Die anderen halten Frederick für faul, lassen ihn aber gewähren. Gegen Ende des Winters sind die Körner und Beeren aufgebraucht, die Mäuse frieren und sie werden stumm. Da kommt Fredericks Stunde: Seine Vorräte wärmen die kleinen Mäuse und lassen sie träumen und hoffen.

Die Geschichte ist Sinnbild für eine Gesellschaft, in der es Platz für Anders-Sein gibt. Nicht ein einziger Weg ist richtig und wertvoll, sondern es herrschen Vielfalt und Freiheit. Fredericks Beitrag zur Gemeinschaft ist anders, aber genauso bedeutsam.

Eine solche Gesellschaft ist natürlich anfällig für echte Parasiten und wird in der Menschenwelt wohl kaum vollständig zur Realität. Orientieren möchte ich mich dennoch daran, denn wenn ich die Wahl habe, nehme ich lieber ein paar Nutznießer in Kauf als Gleichschaltung und Intoleranz.

Die Geschichte von Frederick gibt es übrigens auch in einem Band mit sechs weiteren Mäusegeschichten von Leo Lionni, die ebenso charmant sind und zum Nachdenken anregen.