Tagesarchiv: 15. November 2014

Am Ende einer Nacht

„Wie konnte ich nur so naiv sein zu glauben, er wäre anders als die anderen?“, dachte Helen auf dem Weg zum Taxistand. Ihr Schritt war schnell, so schnell er sein konnte, in ihren hochhackigen Sandalen auf dem Kopfsteinpflaster der Altstadt.

„Wann begreife ich, dass ich in einer Bar niemals den Mann fürs Leben finden werde?“ Helen zog ihre Bolero-Jacke fest an sich und verschränkte die Arme, um sich zu wärmen. Die milde Julinacht war frisch geworden, jetzt, kurz vor Sonnenaufgang.

„Und wann, wann endlich, werde ich lernen, nicht mit einem Kerl gleich nach Hause und ins Bett zu gehen? Egal, wie charmant und witzig er scheint!“ Helen schüttelte den Kopf über ihre eigene Dummheit. Weiterlesen