Münchner Konzert oder: Tori, please come back soon!

Nach einem Tag voller Vorfreude ist es am Samstag um 20:00 Uhr soweit. Die Vorband „Bell X 1“ betritt die Bühne der Philharmonie im Gasteig. Die drei jungen Männer aus Irland zaubern mit ihren Akustik-Gitarren wunderbar melancholische Lieder, die das Publikum begeistern. Obwohl ich wie alle anderen auf Tori warte, hätte ich den Dreien gerne noch länger zugehört.

Nach einer Pause für den Bühnenumbau betritt Tori Amos die Bühne, in High Heels und wehendem Gewand, und sofort bin ich in ihren Bann geschlagen. Die ersten Takte klingen noch einen Tick übersteuert, Toris Stimme ein klein wenig kratzig, aber das legt sich schnell und ich habe das Gefühl, mich in diese Musik hineinlegen zu können. Ich kann mich fallen lassen und diese Musik wird mich auffangen wie eine weiche Wolke und sie wird mich tragen, wohin ich will, weil sie weiß, was ich will, was ich brauche.

Tori Amos schafft, was auch jede Autorin schaffen möchte: Sie weckt Emotionen beim Publikum. Ihre Lieder berühren tief, mal sanft, mal packen und reißen sie dich, sie lassen Tränen fließen, wecken positiven Zorn, entfesseln Energie.

Tori Amos‘ Musik gefällt nicht jedem. Aber für diejenigen, die für sie empfänglich sind, für die kann sie zum kostbaren Lebenselixier werden. Für mich ist es so. Nach guten eineinhalb Stunden verlasse ich den Saal und fühle mich leicht, beflügelt, glücklich.
Dear Tori, please come back soon!

 

 

 

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