Brockhaus der Woche (45/2018)

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Von alleine kam das nicht; die Erste Frauenbewegung hatte dafür gekämpft. In Großbritannien taten das die Suffragetten.

Suffragetten [vom lat. suffragium „Stimmrecht“], in Großbritannien die radikalen Kämpferinnen für die polit. Gleichberechtigung der Frau; sie selbst nannten sich Suffragistinnen. Die bekannteste Führerin war E. Pankhurst.

Die Forderung nach dem Stimmrecht der Frauen war ein zentrales Thema der britischen Frauenbewegung seit ihrer Entstehung in den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Mit der um 1900 von Emmeline Pankhurst und ihren Töchtern gegründeten Suffragettenbewegung radikalisierten sich die Kampfformen und verbreiterte sich die Massenbasis der britischen Stimmrechtsbewegung. Anders als die gemäßigte „National Union of Women’s Suffrage Societies“, deren Vertreterinnen sich Suffragistinnen nannten, setzten die Anhängerinnen der Familie Pankhurst zur Durchsetzung ihrer Ziele auf spektakuläre öffentliche Aktionen: Großdemonstrationen mit mehreren Hunderttausend Teilnehmern zwischen 1908 und 1913, Hungerstreik, Steuerboykott und Gewalt gegen Sachen.

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