Kalenderspruch der Woche (50/2016)

EMMA beugt sich weder dem Mainstream noch der Political Correctness.
Alice Schwarzer, in: EMMA, Ausgabe 1/17 (Nr. 330), 40 Jahre EMMA

Wer glaubt, Emma sei männerfeindlich und humorlos, sollte sie lesen.
Wer glaubt, Emma sei rassistisch, sollte sie lesen.
Und wer glaubt, ihre Themen seien überholt und Emma heutzutage doch gar nicht mehr nötig, sollte sie ganz dringend lesen.

www.emma.de

Gedanken zum 3. Advent: Erinnerung an eine Schulfreundin

Mit zwölf, dreizehn Jahren war ich gut mit einem Mädchen aus meiner Schulklasse befreundet. Sie hieß Jennifer. Es war leicht, Jennifer zu mögen. Sie lachte viel, war freundlich und ehrlich. Alle fanden sie süß, wahrscheinlich auch, weil sie die Kleinste in der Klasse war.

Ich mochte Jennifer sehr und insgeheim beneidete ich sie ein wenig. Ihre Eltern besaßen eine mittelständische Firma und waren dadurch recht wohlhabend. Die Familie wohnte in einem großen Haus mit riesigem Garten samt Teich, einem Partykeller und eigener Sauna. Jennifer hatte tolle Klamotten und die neuesten Schallplatten. Ihre Eltern erlaubten viel und waren immer zuvorkommend. Sie stellten ihren Wohlstand nicht zur Schau, sie genossen ihn und ließen andere teilhaben.

Manchmal hätte ich gerne mit Jennifer getauscht.

Nach dem Abitur verloren wir uns aus den Augen. Lange dachte ich nicht an Jennifer. Dann, gegen Ende des Studiums, die Nachricht: Jennifer ist tot.

Ich erfuhr, dass sie schon mehrere Jahre an Krebs erkrankt gewesen war. Teure Therapien in Europa und den USA hatten ihr nicht helfen können.

Zu ihrer Beerdigung kamen sehr viele Menschen. Es passten gar nicht alle in die Kirche. Als sie Jennifers Sarg an mir vorbei zum Grab trugen, weinte ich. Ich weinte aus Trauer um Jennifer. Ich weinte aber auch, weil mich die Erkenntnis packte, dass genauso gut ich in diesem Sarg liegen könnte.

Seitdem bin ich kaum mehr neidisch und tauschen möchte ich mit niemandem.

Kalenderspruch der Woche (49/2016)

Heute mit einer Kürzestgeschichte von Lydia Davis.

Special
We know we are very special. Yet we keep trying to find out in what way: not this way, not that way, then what way?
Lydia Davis (in: The Collected Stories of Lydia Davis, Penguin Books, 2013)

Kalenderspruch der Woche (48/2016)

Große Zeit ist es immer nur, wenn’s beinah schief geht, wenn man jeden Augenblick fürchten muß: ›Jetzt ist alles vorbei.‹
Theodor Fontane (aus: Der Stechlin)

Leben wir in großer Zeit?
Und was, wenn’s nicht nur beinah, sondern wirklich schief geht?

Kalenderspruch der Woche (47/2016) – Nachtrag

1996 veröffentlichte Tori Amos ihr Album „Boys for Pele“, ein Meilenstein und Wendepunkt ihrer Karriere. Zum Jubiläum gibt es die originalen Songs remastered sowie Remixes und einige neue Songs auf einer zweiten Disc. Pele still blows!

 
I need a big loan from the girl zone
Tori Amos, Caught a Lite Sneeze

Kalenderspruch der Woche (46/2016)

„Wir kommen nicht auf die Welt, um Antworten zu finden, sondern um Fragen zu stellen. Man tapst sozusagen in einer immerwährenden Dunkelheit herum, und nur mit viel Glück sieht man manchmal ein Lichtlein aufflammen. Und nur mit viel Mut oder Beharrlichkeit oder Dummheit oder am besten mit allem zusammen kann man hie und da selber ein Zeichen setzen!“
Robert Seethaler, Der Trafikant (Roman)

Robert Seethalers feinsinniger Roman ist jetzt auch auf der Bühne zu sehen. Seethaler selbst hat die Dramatisierung geschrieben, die von der Württembergischen Landesbühne Esslingen höchst gelungen in Szene gesetzt wurde. Das gestrige Gastspiel im Theater Erlangen hat mich aufgewühlt und tief berührt, wie schon zuvor das Buch. Weitere Spieltermine auf der Seite der WLB.

Kalenderspruch der Woche (45/2016)

Die Arroganz ist wie ein Paar Holzschuhe. Sie macht den Menschen größer, aber erhöht ihn nicht.
Aus Frankreich

Und das gilt meinem Empfinden nach beiderseits des Atlantiks.

Kalenderspruch der Woche (44/2016)

Nach einem Blick in die Schlagzeilen scheint mir dieser Spruch der Woche passend.

Das sind bedrohliche Menschen, die ein schmächtiges Talentchen und eine gewaltige eiserne Ausdauer haben.
Marie von Ebner-Eschenbach

P.S.: Nun gut, in jeder beliebigen anderen Woche würde er auch passen…

Wandern vor der Haustür: Berg- und Talpfad Revisited

Ende Juli haben wir ihn zum ersten Mal erwandert, den Berg- und Talpfad durch die Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth. Genau drei Monate später waren wir wieder unterwegs. Wärmender Sonnenschein ließ den vorletzten Oktobertag leuchten.

Auf Wiedersehen im Winter!

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Kalenderspruch der Woche (43/2016)

Auch Prügel machen aus einem Esel kein Pferd.
Aus Persien