Monatsarchiv: November 2008

Sichtwechsel


In meinem Fitness-Studio haben Männer keinen Zutritt. Es sei denn, sie sind ungefähr sieben Jahre alt und werden von einem Mitglied auf einen Stuhl an der Theke gesetzt; so wie gestern Nachmittag. Im Trainingszirkel waren gerade ein Dutzend Frauen dabei, auf verschiedenartigen Geräten zu laufen und zu strampeln, zu ziehen und zu drücken.

 

Der Blick des Jungen sagte: Was in aller Welt macht ihr da? Für einen Siebenjährigen muss das nach Langeweile pur aussehen. Für die schwitzenden Frauen hingegen hat das Training eine Bedeutung.

 

Bei allem was man tut, sollte man sich ab und zu fragen, wie das ganze aus einer anderen Perspektive aussieht. Wie wirkt mein Verhalten auf andere? Was sehen sie?

 

Dabei geht es nicht darum, es den anderen recht zu machen. Nein, es geht darum, Handlungen und Reaktionen von anderen besser verstehen zu können, wenn man sich überlegt, wie das eigene Verhalten auf sie wirken muss.

 

Und – wahrscheinlich am Wichtigsten: Ein Sichtwechsel hilft oft dabei, sich selbst ein bisschen weniger ernst zu nehmen. Ja, klar, eine Stunde lang auf einem metallenen Ding auf der Stelle zu treten, kann albern wirken. Ich mach’s trotzdem gern. Wer sein Leben mit Humor betrachtet, hat einfach mehr davon.

Helden will die Welt


James Bond und Barack Obama haben einiges gemeinsam. Nicht nur, dass diese Woche ihr entscheidender Auftritt ansteht, sondern sie sind beides Helden, nach denen die Welt sich sehnt. Bösewichte müssen bekämpft, die Gerechten beschützt, die Moral verteidigt werden. Dafür braucht es den einen guten Mann. Alle Hoffnung wird auf ihn gesetzt. Die Wunschliste ist lang.

 

Dabei hat James einen entscheidenden Vorteil: als fiktiver Figur sind ihm keine Grenzen gesetzt. Seine Ressourcen sind unerschöpflich, Regeln gelten nicht für ihn und Geld spielt sowieso keine Rolle. Davon kann Barack nur träumen.

 

Und dann doch wieder eine große Gemeinsamkeit: Man darf von beiden nicht zu viel erwarten. Aber eines ist sicher: Wenn Barack Obama morgen die Wahl gewinnt, ist das ein großer Schritt in eine gute Richtung. Genauso wie wenn James wieder einmal stilvoll Ganoven reduziert.

 

Was will der Prinz des Sonnenreichs von der Herrin der Tiefe?


Welche Verbindung gibt es zwischen dem Reich unter dem See und dem Kristall des geteilten Gottes? Und wie findet die Heldin ihren Weg ins Mondreich?

 

Mit diesen und anderen Fragen habe ich mich in den letzten Wochen beschäftigt. Na klar, es geht um mein Buch.

 

Die für Oktober angestrebten 10 neuen Szenen hab ich nicht geschafft, aber immerhin 3 und in dem Zuge bin ich eben auf die genannten Fragen gestoßen, die beantwortet werden müssen, damit es mit der Handlung weiter gehen kann. Insgesamt bin ich mit dem letzten Monat zufrieden. Plan für den November: die Fragen beantworten und darauf basierend 7 neue Szenen anlegen. Bin selber gespannt, wie es laufen wird. J