Katerjammer

Mit glänzendem Fell, hingebungsvoll geleckt, betritt der Kater die Bar. Sein Gang ist geschmeidig, der Blick geübt. Seine Augen bleiben ruhen auf der jungen Katze am Tisch neben dem Tresen. Auf ihrem entzückenden Gesicht, den wohlgeformten Ohren, dem zarten rosa Näschen. Zielstrebig nähert sich der Kater und platziert sich für seinen Auftritt.

„Nun, meine Verehrteste, ganz allein? Wäre ich Ihr Herzbube, so ließe ich Sie niemals warten. Vorzüglich würde ich für Sie sorgen und es Ihnen an nichts fehlen lassen. All Ihre Mühen wären vorbei. Und Sie müssten nicht mehr tun, als mich nur immer schön zum Schnurren zu bringen.“ Als hätte er gerade einen köstlichen Happen verspeist, fährt er sich mit der Zunge über die Schnauze.

Die Katzendame erwidert: „Mein Herr, welch aufschlussreiches Angebot. Es ist nur so, dass ich meine Mäuse sehr gerne selbst verdiene und – um Sie zu beruhigen – es sind ausreichend viele. Sie sehen also: Bei mir schnurrt es schon genug.“

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