Ein Abschied

17:53 zeigt die Bahnhofsuhr. Sonntags ist nicht viel Verkehr, da brauchen wir nicht lange, hast du gesagt. Und es war auch so.

Natürlich begleitest du mich auf den Bahnsteig und wartest draußen, bis der Zug wirklich fährt. Ich sitze drinnen und weiß nicht, ob du mich sehen kannst durch die verspiegelten Scheiben. Ich hoffe nicht.

Die Türen schließen selbsttätig, Vorsicht bei der Abfahrt. Endlich wieder für mich. Endlich wieder ich.

Vor vier Wochen haben wir uns kennen gelernt. Vor zwei Wochen hast du mir ins Ohr geflüstert: Ich liebe dich. Und ich hab kaum mehr Luft bekommen. Viel zu nah, viel zu schnell.

Aber es liegt nicht nur an dir. Ich bin noch nicht so weit. Bin noch nicht weit genug, noch nicht sicher genug bei mir selbst, um einen anderen herein zu bitten.

Es tut mir leid dich zu verletzen. Wir werden uns nicht wiedersehen.

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