Monatsarchiv: Juni 2013

Nominiert für den Deutschen Phantastik Preis 2013

Die Anthologie „Wenn das die Grimms wüssten“, in der meine Geschichte von Kamron, dem Wolf erschienen ist, wurde für den Deutschen Phantastik Preis nominiert, in der Kategorie “ Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung“.
Mehr Info hier: http://www.deutscher-phantastik-preis.de/

Wer den Preis gewinnt, entscheidet das Publikum. Jeder kann online abstimmen!

Und das geht so:
Mit der E-Mail-Adresse hier anmelden: http://dontapir.de/dpp/
An die E-Mail-Adresse wird ein Bestätigungscode geschickt.
Mit diesem Einloggen, dann zur Kategorie Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung“ gehen und dort auswählen: Peter Hellinger [Hg]: Wenn das die Grimms wüssten (art&words)“

Bestätigen durch Klick auf „Update“. Und schon zählt die Stimme!
Die Abstimmung läuft bis zum 28. Juli 2013.

Ich hab schon abgestimmt. 🙂

„Die Teilacher“ und „Machloikes“ von Michel Bergmann – leichtfüßig und tiefgründig

Gott sagte zu Moses: Ich habe Gebote für euch. Und Moses fragte: Was kosten die? Nix, sagte Gott. Moses: Okay, dann nehme ich zehn!

Einer von vielen jüdischen Witzen aus „Die Teilacher“. Autor Michel Bergmann erzählt in seinen Romanen „Die Teilacher“ und „Machloikes“ über das Leben von Juden in Frankfurt am Main nach dem 2. Weltkrieg. Im Land der Mörder verstehen sie sich als Durchreisende und doch bleiben sie oft. Schlagen sich nach dem Trauma des Krieges und der Lager als Teilacher, jiddisch für Handelsvertreter, durch die Trümmer und etwas später durchs beginnende Wirtschaftswunder. Dabei gibt es viel zu lachen und zu weinen, viel zu hoffen und zu zweifeln und natürlich auch Machloikes: Machenschaften, Ärger, Zwist.

Beide Bücher lesen sich leicht, lassen dich schmunzeln und laut lachen. Und berühren dich tief und lassen dich nachdenken, wenn es um die Schrecken und Verbrechen geht. Ich habe Michel Bergmann 2011 auf dem Poetenfest in Erlangen gehört, wie er aus „Machloikes“ gelesen hat. Eine wunderbare Entdeckung. „Die Teilacher“ wird derzeit verfilmt. Ich freu mich schon drauf.

Vom einen zum anderen: Stoker und Emily Wells

„Stoker“ ist das Hollywood-Debut des koreanischen Regisseurs Chan-wook Park. Die Hauptpersonen: Die 18jährige India, ihre psychisch labile Mutter und der mysteriöse Onkel Charlie, der just auftaucht, als Indias Vater bei einem Unfall ums Leben kommt. Eine Art Familienfilm also, aber sicher kein „Film für die ganze Familie“, denn der verstorbene Vater ist weder der letzte noch der erste Tote. In der ersten Hälfte plätschert es noch mehr als es mitreißt, aber das wird wett gemacht durch Atmosphäre und Ästhetik. Ein faszinierender und sorgfältiger Film für Leute, die Psychothriller mögen.
Auf YouTube ist ein offizieller Trailer für Stoker zu finden.

Gefangen genommen hat mich der Song, der zum Abspann lief. Natürlich war schnell herauszufinden, wie er heißt und von wem er ist: „Becomes the Color“ von Emily Wells.

Und da dachte ich bei mir: Vielleicht hat die Gute noch mehr hörenswerte Musik produziert. Ebenfalls schnell herausgefunden: So ist es!
Das aktuelle Album von Emily Wells heißt „Mama“. Will man es in eine Schublade stecken, passt „Alternative“ wohl am besten. Die Songs sind eher dunkel als hell, erdig, ein wenig folkig und nehmen dich sofort mit. Einer meiner Favoriten: „Let Your Guard Down“.

In der „Deluxe Version“ der CD kommen die Songs zusätzlich im Acoustic-Sound. Sehr ruhig und beruhigend. Ideal zum Beispiel, wenn dein Flohmarktstand vom Wolkenbruch heimgesucht wurde und du abends komplett groggy im Bett liegst… 🙂