Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift

Im Oktober 2012 wird einer Fünfzehnjährigen in den Kopf geschossen. Weil sie in die Schule geht. Als ich 15 war, bin ich gern zur Schule gegangen. Es war für mich selbstverständlich und manchmal etwas lästig. Außerhalb der Schule hatte ich Madonna, die Bravo, Lidschatten und die ersten Jungs im Kopf – keine Kugeln von Extremisten. Ich hatte keine Ahnung, wie privilegiert ich war.

Heute ist Malala Yousafzai 16 geworden und hat vor den Vereinten Nationen eine Rede gehalten. Von gleichen Rechten, vom Recht auf Bildung für alle hat sie gesprochen. Davon, dass Bildung die mächtigste Waffe ist gegen Terrorismus. Der Zugang zu Bildung für alle Mädchen und Jungen ist der Schlüssel. Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern, sagt sie. Ich glaube ihr.

Inzwischen weiß ich, wie privilegiert ich damals war und heute bin. Und ich beginne zu verstehen, dass es eine Pflicht der Privilegierten ist, aufzustehen und mehr zu tun als Gott oder wem auch immer zu danken, dass man am richtigen Ort zur richtigen Zeit geboren wurde. Denn zu tun gibt es viel, auch im privilegierten Deutschland und Europa.

Malalas Rede vor der UN Jugendversammlung ist z.B. auf YouTube zu sehen:

Und ein Artikel auf sueddeutsche.de: Malalas Waffe heißt Bildung

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