Brockhaus der Woche (39/2018)

Im Herbst macht man wieder mehr drinnen. Man geht vielleicht ins Kino, ins Theater oder… ins Museum.

Museum [grch. mouseῖon „Musensitz“] das, seit dem 18. Jh. Bez. sowohl für die Institution als auch für die Gebäude, in denen Sammlungen künstler., wiss., u.a. Gegenstände untergebracht sind. M. dienen der Sammlung, Bewahrung, Erforschung und Wiederherstellung von Kulturgut, v.a. aber dessen sinnvoller Präsentation und Erläuterung. Das (Kunst-)M. als öffentl. Institution wurde im 18. Jh. geschaffen; es ging aus den Sammlungen („Kunstkammern“) fürstl. (weltl. und geistl.) Kunstliebhaber hervor. Vereinzelt waren solche Sammlungen schon im 16./17. Jh. dem Publikum zugänglich gemacht worden, v.a. in Florenz (Uffizien 1580, Palazzo Pitti 1640); in Basel ging zum ersten Mal eine private Sammlung in öffentl. Besitz über (1662). Als erste staatl. Sammlung entstand das Brit. Museum in London (1753), in Dtl. das Kasseler Museum Fridericianum (erbaut 1769-76). Eine Welle von M.-Gründungen erfolgte im 19. Jh.; Vorläufer war die Öffnung des Louvre (1793) in Paris. Die M. spezialisierten sich in der Folgezeit mehr und mehr auf Einzelgebiete; daneben entstanden naturwiss. und techn. M. (meist thematisch begrenzt), Heimat- und Regional-M., Ende des 20. Jh. auch Industriemuseen.

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