Brockhaus der Woche (48/2018)

Jetzt in der Vorweihnachtszeit kommt sie sicher vermehrt zum Einsatz. Ich schwärme das ganze Jahr über für sie…

Vanille [va’nilje; frz., aus span. vainilla „kleine Schote“] die (Vanilla), Gattung der trop. Orchideen, Lianen mit Luftwurzeln, fleischigen Blättern und schotenartigen Früchten. Die Früchte der Echten V. (Vanilla planifolia) werden vor der Reife geerntet und getrocknet. Der darin enthaltene Milchsaft verwandelt sich beim Reifen durch Fermentation in eine schwarzbraune Masse von intensivem Duft; Verwendung in der Lebensmittelind., Likörfabrikation und Parfümerie.

Schon die Azteken erfreuten sich an der Vanilleschote, die sie zum Verfeinern ihrer Kakaogetränke verwendeten. Auch die Europäer lernten sie schätzen, nachdem sie Amerika und damit eine Reihe neuer Gewürze entdeckt hatten. Lange Zeit hindurch versuchten sie freilich vergeblich, die Vanille außerhalb ihres Herkunftslandes Mexiko zu kultivieren. Man wusste damals nämlich nicht, dass die Ausbildung der Schoten von der Befruchtung durch eine ganz bestimmte Bienenart abhängt. Ohne die ging es nicht.
Erst als man die manuelle Befruchtung entwickelt hatte, konnte man den Vanilleanbau auch auf andere tropische Länder auszuweiten. Besonders verbreitet hat sich diese Kultur zum Beispiel auf Madagaskar.

Vanilla_beans

Foto: Von Sunil Elias – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4640782

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