Tagesarchiv: 7. April 2008

Zwei gute Männer pro Staat

 

„Laut einer Studie gibt es zwei gute Männer pro Staat.“ – Ein Zitat aus „Ally McBeal“, einer meiner US-Lieblingsserien. Umgerechnet auf Deutschland sind das knapp 30 gute Männer landesweit. Wenn ich so auf meine Erfahrungen als Single-Frau zurückblicke, halte ich diese Zahl für realistisch.

 

Man muss sich bei der Suche schon mit merkwürdigen Gestalten auseinandersetzen. Oft und schnell gefunden: Der Beziehungsunwillige. Diese Typen erzählen Dinge wie „Ich stelle mir vor, dass ich irgendwann mal so in eine Beziehung hineinschlittere“ (Vorsicht: Ausrutschgefahr auf Glatteis!) oder „Ich will eine Frau finden, die nicht nur mich liebt, sondern die ich auch lieben kann“ (Tipp: Halte Ausschau nach einer, die dir gewachsen ist und sich auch selber liebt; kein kleines Mäuschen, das dir alles recht macht). Wieder andere wollen erst noch den ganzen Süßigkeitenladen durchprobieren, bevor sie sich auf etwas einlassen (Achtung: Von zuviel Zucker wird einem schlecht!).

 

So lange dieser Typ mit offenen Karten spielt, ist das an sich okay. Wenn du jedoch für dich feststellst, dass du etwas willst, das nicht nur an der Oberfläche kratzt, solltest du zusehen, dass du den Absprung schaffst, bevor es richtig weh tut und du den Typ Monate lang nicht mehr aus dem Kopf kriegst. Die Verschwendung kannst du dir sparen.

 

Noch weniger brauchbar sind Kandidaten, die Sekretärin und Haushaltshilfe im Kombipack suchen (Hüte dich vor Männern, die mit 30 noch bei Mutti waschen lassen!). Andere wieder schießen sich so auf dich ein, dass du keine Luft mehr zum Atmen hast („Du kommst mir vor wie ein Engel. Ich liebe dich.“ – und das beim zweiten Date). Bei beiden gilt: Nix wie weg!

 

Furchtbar weit verbreitet ist natürlich der Typ, der so langweilig ist, dass du dir nach 2 Minuten beim ersten Date überlegst, mit welcher Ausrede du möglichst bald nach Hause gehen kannst und ihn gleichzeitig für immer abwimmelst. Bei denen findest du nie heraus, ob sie zu den manisch männlich Unabhängigen oder den zwanghaft zutraulichen Klammeraffen gehören. Und das ist auch gut so.

 

Die Suche geht also weiter. Bis der Richtige gefunden ist. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden, denn (und auch das ist ein Zitat aus „Ally McBeal“): Es gibt nichts einsameres, als mit dem falschen Kerl zusammen zu sein.