Zwei gute Männer pro Staat

 

„Laut einer Studie gibt es zwei gute Männer pro Staat.“ – Ein Zitat aus „Ally McBeal“, einer meiner US-Lieblingsserien. Umgerechnet auf Deutschland sind das knapp 30 gute Männer landesweit. Wenn ich so auf meine Erfahrungen als Single-Frau zurückblicke, halte ich diese Zahl für realistisch.

 

Man muss sich bei der Suche schon mit merkwürdigen Gestalten auseinandersetzen. Oft und schnell gefunden: Der Beziehungsunwillige. Diese Typen erzählen Dinge wie „Ich stelle mir vor, dass ich irgendwann mal so in eine Beziehung hineinschlittere“ (Vorsicht: Ausrutschgefahr auf Glatteis!) oder „Ich will eine Frau finden, die nicht nur mich liebt, sondern die ich auch lieben kann“ (Tipp: Halte Ausschau nach einer, die dir gewachsen ist und sich auch selber liebt; kein kleines Mäuschen, das dir alles recht macht). Wieder andere wollen erst noch den ganzen Süßigkeitenladen durchprobieren, bevor sie sich auf etwas einlassen (Achtung: Von zuviel Zucker wird einem schlecht!).

 

So lange dieser Typ mit offenen Karten spielt, ist das an sich okay. Wenn du jedoch für dich feststellst, dass du etwas willst, das nicht nur an der Oberfläche kratzt, solltest du zusehen, dass du den Absprung schaffst, bevor es richtig weh tut und du den Typ Monate lang nicht mehr aus dem Kopf kriegst. Die Verschwendung kannst du dir sparen.

 

Noch weniger brauchbar sind Kandidaten, die Sekretärin und Haushaltshilfe im Kombipack suchen (Hüte dich vor Männern, die mit 30 noch bei Mutti waschen lassen!). Andere wieder schießen sich so auf dich ein, dass du keine Luft mehr zum Atmen hast („Du kommst mir vor wie ein Engel. Ich liebe dich.“ – und das beim zweiten Date). Bei beiden gilt: Nix wie weg!

 

Furchtbar weit verbreitet ist natürlich der Typ, der so langweilig ist, dass du dir nach 2 Minuten beim ersten Date überlegst, mit welcher Ausrede du möglichst bald nach Hause gehen kannst und ihn gleichzeitig für immer abwimmelst. Bei denen findest du nie heraus, ob sie zu den manisch männlich Unabhängigen oder den zwanghaft zutraulichen Klammeraffen gehören. Und das ist auch gut so.

 

Die Suche geht also weiter. Bis der Richtige gefunden ist. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden, denn (und auch das ist ein Zitat aus „Ally McBeal“): Es gibt nichts einsameres, als mit dem falschen Kerl zusammen zu sein.

 

5 Antworten zu “Zwei gute Männer pro Staat

  1. Hallo Michaela,
    ein sehr interessanter Artikel, wie ich finde. Ich für meinen Teil bin langsam müde, mich mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Ich suche nicht(mehr). Wer sucht findet eh nie. Und: Den Menschen, der 100%ig zu einem passt….den gibt es nicht. Es ist nur eine lahme Ausrede, die Beziehungsphobiker gerne groß und breit erzählen: „Die Richtige habe ich halt nochnicht gefunden“. Klar, weil sie immer abhauen sobald es ernst wird und somit garnicht antesten können, ob eine Kandidatin eventuell die Passende wäre.
    Ich wünsche dir jedenfalls, dass du einen Mann findest, der Deinen Ansprüchen genügt, der treu und zuverlässig ist und keinen nennenswerten Macken an den Tag legt.
    Oder anders: Such dir das Gegenteil von dem was ich finde!
    Liebe Grüße
    Eva.

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  2. Ich habe in dieser Hinsicht ganz andere Erfahrungen gesammelt und kenne definitiv mehr als zwei bindungswillige und beziehungsfähige Männer pro Stadt. Meistens scheitert es nur dran, dass ich noch viel zu gerne nasche…

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  3. hm….das war bei mir früher auch so. Aber wie ist das, wenn du zuviel Süßes isst? Irgendwann verdirbst du dir den Magen und es schmeckt dir nichtmehr….Zeit für was Neues und Männer mit mehr Niveau…

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  4. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er will und welche Prioritäten gesetzt werden.

    Ich suche nicht nach Perfektion, sondern nach Potenzial für Entwicklung – meine eigene, seine, gemeinsame.

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  5. „Und du hattes Träume von Castaneda und Bloch
    Hast dich in den Nächten wie’s trunkene Schiff durch Sehnsüchte gewälzt
    Mit fremden Körpern die Scham bekämpft, die suchten in dir, was du suchtest
    Und du hattest am nächsten Morgen den faden Geschmack von Kastanien
    Und bist dir kein Stück näher gekommen

    Und stand’s so oft an der Wand mit dem hochmütigen Blick des Richters
    Du wärst so gern beteiligt gewesen an der Spontaneität der ander’n
    Hattest immer ein ABER bereit
    Sprangst dann doch mitten hinein, ohne zu denken
    Erlebtest ein paar Momente des Glücks
    Und warst Minuten lang DU …“

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