Monatsarchiv: März 2008

Past to present

Bald hab ich Geburtstag. Da denkt man gerne mal zurück, wie’s früher so war, was man gemacht und gemocht hat und welche Dinge geprägt haben.  

Neben meinem Wellensittich und dem süßen Nachbarsjungen war meine dritte große Liebe in den Achtzigern Michael Jackson. Mit „Thriller“ hat er Geschichte geschrieben. Da war er noch in den Schlagzeilen, weil er als erster schwarzer Sänger ein enorm breites nicht-farbiges Publikum begeisterte (meistverkauftes Album aller Zeiten – so far), wegen seiner einmaligen Art sich zu bewegen (der legendäre Moonwalk, selbstverständlich mit leuchtend weißen Socken) und weil er Meilensteine in der Kunstform des Musikvideos gesetzt hat (allen voran mit „Thriller“). Die Veränderungen durch plastische Chirurgie waren noch äußerst moderat und von kleinen Jungs hat auch noch niemand gesprochen. Ich selbst war zu der Zeit 9, 10 und voll kindlicher Faszination.  

Pünktlich zum Einsatz meiner Pubertät kam „Bad“ auf den Markt und aus der kindlichen Faszination wurde extreme Teenage-Schwärmerei mit allem Drum und Dran. Für alle nicht-Infizierten in meinem Umfeld wahrscheinlich eine Qual. Höhepunkt: der Besuch seines Konzerts im August 1988 in Würzburg. Mein erstes Live-Konzert überhaupt – was für ein Erlebnis! In Ohnmacht gefallen bin ich nicht, das Ganze war eher eine ca. eineinhalb-jährige Trance. 

Das Album „Dangerous“ hab ich mir noch gekauft, die Begeisterung hielt sich jedoch die Waage mit der Enttäuschung über die teilweise wirklich schwachen Songs. Die Zeit des Zaubers war vorbei. Heute kommt am ehesten Mitleid auf, wenn ich was von Michael Jackson sehe oder höre. Und auch die Remix-Sachen zum 25. „Thriller“-Jubiläum sprechen mich nicht an.

Ich stehe jedoch nach wie vor uneingeschränkt auf die Originale. Mein all time favorite Michael song: „Billie Jean“. Dem Video merkt man an, dass es von „früher“ ist, der Song haut mich immer noch um.

 

Leicht

10 Gründe für mich, um glücklich zu sein: 

Ich lebe in einem reichen und friedlichen Land. Ich muss weder Willkür noch Gewalt fürchten und kann mich frei und unbeschwert bewegen. 

In meinem Job arbeite ich jeden Tag mit außergewöhnlichen Leuten zusammen. Auch wenn’s öfters stressig ist: wir haben eine Menge Spaß und stellen einiges auf die Beine. 

Ich bin gesund und recht robust. Ernsthafte Krankheiten haben mich bisher verschont.  

Mein Leben ist in meiner Hand. Ich lebe frei und unabhängig: finanziell, organisatorisch und emotional. 

Mein Erleben ist lebendig und stark. Ich bin fähig intensiv zu fühlen; positiv wie negativ. 

Ich habe echt und ehrlich geliebt. Und bin ebenso echt und ehrlich zurück geliebt worden. 

In meiner Nähe gibt es Menschen, die mir viel bedeuten, denen ich vertraue und mit denen ich sehr gerne Zeit verbringe. 

Wenn ich in mich hinein höre und schaue, finde ich eine ganze Menge: Offenheit für Menschen und die Welt, Freude an fremden Orten und Kulturen, Zugang zu Musik und Kunst, Spaß an Sprache und am Schreiben, eine gute Portion Humor, eigene Meinungen und Überzeugungen. Ich nehme mich als ausgeprägte Persönlichkeit wahr.  

Ich freue mich über die kleinen Dinge. Ausschlafen am Wochenende, Milchschaum auf meinem Kaffee, das erste Grün im Frühling, WLAN in meinem Bett. Vermeintliche Kleinigkeiten mit enormem Lebensqualitätspotenzial. 

Ich vertraue ins Leben. Ich bin davon überzeugt, dass alles schon so Sinn macht, wie es mir passiert. Und bin gespannt darauf.  

Welche 10 Gründe habt ihr, um glücklich zu sein?

 

Schwer

Kann euch nicht erreichen
Eure Welt liegt für mich im Nebel
Ich bin zu weit entfernt
Oder gefangen
in der einsamen Mitte  

Kann nicht mit euch lachen
Von eurer Freude wird mir schlecht
Ich fühle anders
Oder bin erstarrt
durch meine bittere Stärke  

Kann mich nicht begnügen
Mit dem Glück, das euch ruhig schlafen lässt
Ich brauche mehr
Oder das Vergessen
hat meine Leichtigkeit gestohlen

Feel the Bass Line

Musik erzeugt Emotion. Wenn man kann und will. Es gibt Songs, die bringen mich zum Weinen, andere zum Singen und bei manchen kann ich nicht still halten.

Zum Beispiel bei dem hier: Seven Nation Army von den White Stripes. Der Bass ist unwiderstehlich. Ich freu mich immer wahnsinnig, wenn das im Club gespielt wird. Ruiniert jegliche zuvor vorhandene Frisur, macht aber unglaublich viel Spaß! Go try it.

War da nicht noch was?

Der Februar war nicht wirklich ein erfolgreicher Monat, was das Buch angeht. In meiner ohnehin nicht zu üppig gesäten Freizeit hat mich die Muse nur wenige Male geküsst… Ein bisschen was ist aber schon passiert:

  • Der Charakter der Heldin ist ein Stück weiter gekommen. Sie hat ein Thema bekommen, das bei ihrer Entwicklung im Verlauf der Geschichte im Mittelpunkt stehen wird. Einer meiner alten Professoren hätte dabei von Dämonen gesprochen. Gemeint sind damit die Motive und Entwicklungsthemen, die sich aus der Geschichte einer Person und ihrem aktuellen Umfeld ergeben; also das, was die Person in ihrem Handeln antreibt und beschäftigt. Das ist alles noch nicht ausreichend ausgearbeitet, aber der Grundstein ist gelegt.
  • Es gibt jetzt eine Auflistung der ersten fünf, sechs Szenen; d.h. ein grobes Gerüst für den Beginn der Geschichte steht. Aber auch hier ist noch nichts ausformuliert.
  • Ich habe einige Kapitel aus einem sehr praxisbezogenen Buch über das Schreiben gelesen und mir ein paar gute Tipps mitgenommen. 

Aufgaben für den März:

  • Die Heldin verfeinern; ihre Vorgeschichte und aktuelle Situation detaillierter konstruieren, um Tiefe zu schaffen und Logik sicherzustellen.
  • Die andere Welt, die im Februar so gut wie gar nicht weiter gekommen ist, bearbeiten; Mythologie weiterentwickeln und Schlüsselcharaktere anlegen. 

Ans Buch gedacht hab ich jeden Tag. Davon schreitet es natürlich nicht wirklich voran. Nun gut, mal sehen, was der erste Frühlingsmonat bringt… Danke wieder an alle, die nachgefragt haben. J