Monatsarchiv: Februar 2014

Minimalistisch gut: „Pure Heroine“ von Lorde

Zum ersten Mal habe ich „Royals” im Bus gehört, der uns nach dem Urlaub auf La Gomera zum Flughafen gebracht hat. Eine wunderbare Stimme und ein feines minimalistisches Arrangement! Ging sofort ins Ohr und wohnt noch immer dort.

Als der Song auch zu Hause im Radio lief, habe ich mich gefreut und lauter gedreht – mehr aber nicht. Richtig aufmerksam wurde ich erst, als Lorde Ende Januar zwei Grammy Awards für „Royals“ bekommen hat.

Die anderen neun Songs auf dem zugehörigen Album „Pure Heroine“ sind ähnlich schlank und puristisch, dabei eingängig, aber nicht platt. Ich höre Ähnlichkeit zu Lana del Reys Album „Born to Die“.

Lorde stammt übrigens aus Neuseeland und wurde im November 1996 geboren… Da sag noch einer, die Jugend von heute taugt nix mehr!

Citius, altius, fortus oder: Wenn nicht anschauen alles ist

Der so genannte olympische Gedanke „dabei sein ist alles“ wird im Umfeld der derzeit in Szene gesetzten Putin-Show gerne zitiert und viel beschworen.

Dabei lautet das offizielle olympische Motto „citius, altius, fortus“, also „schneller, höher, stärker“. (Quelle: Wikipedia)

Das passt auch viel besser: Homosexuelle und andere lästige Gruppen werden noch schneller mundtot gemacht, Kosten samt Korruptionszahlungen sind noch höher, Natur wird noch stärker zerstört als sonst. Kaum eine Irrsinnigkeit wird ausgelassen.

Und obwohl in deutschen Medien durchaus kritisch berichtet wurde und wird, ist nun doch das Medaillenfieber ausgebrochen. Die Sportler dürfen schließlich nicht dafür bestraft werden, dass allenthalben Geldgier und Intoleranz regieren. Natürlich nicht.

Ich habe mich dafür entschieden, die Wettbewerbe weder anzusehen noch deren Berichterstattung zu verfolgen. Das ändert zwar an der Sache nichts, fühlt sich für mich aber konsequent und ehrlich an.

Und wenn das in Zukunft ausreichend viele Leute tun, hat der inoffizielle olympische Gedanke vielleicht irgendwann einmal eine Chance, aus den Ruinen der Gigantomanie hervorzukriechen.

Die Süddeutsche berichtet heute übrigens über eine weitere Geschmacklosigkeit: Rüge des IOC gegen Norwegen. Trauern passt halt nicht ins Bild der Fröhlichkeit…

Autorenlesung „Wenn das die Grimms wüssten!” in Erlangen

Der Mai regt die Menschen erfahrungsgemäß zu den verschiedensten Aktivitäten an: spazieren, picknicken, heiraten, … oder auch vorlesen!

Am 09. Mai habe ich die Ehre, bei der Autorenlesung der Märchen-Anthologie „Wenn das die Grimms wüssten!“ dabei zu sein!

Ich darf aus meiner Geschichte „Kamron, der Wolf“ vortragen. Es werden noch etwa neun weitere Autoren dabei sein. Veranstalter ist die VHS Erlangen, dort kann man sich online für die Lesung anmelden.

Die Teilnahme ist kostenlos und lohnt sich bestimmt.
Ich freue mich über jedes bekannte Gesicht im Publikum! 🙂