Monatsarchiv: Oktober 2017

Drei Kurzurlaube im Herbst – Erster Streich: Tegernsee

Dreimal waren wir im September und Oktober übers Wochenende in Richtung Alpen verreist. Das Wetter meinte es insgesamt gut mit uns. Nicht nur blieben wir vor den Herbststürmen verschont, sondern konnten sogar ein paar Sonnenstrahlen genießen.

Am Tegernsee

Nach der Ankunft: Kaffee und Kuchen (nicht im Bild) auf der Sonnenterrasse des Hotels mit Blick auf den See.

Samstags ein Spaziergang am Seeufer des Städtchens Tegernsee und eine Rundfahrt mit dem Schiff (inkl. bierseliger Junggesellenabschiedsgesellschaft mit bairischer „Musi“ aus dem Smartphone, nicht im Bild).

Sonntags tiefhängende Wolken, Spaziergang im Nieselnebel, danach ausgiebiger Besuch im liebevoll gestalteten Museum Tegernseer Tal (nicht im Bild).

Zum Abschied am Montagmorgen Sonne überm See. Heimfahrt mit der Bahn (nicht im Bild).

Kalenderspruch der Woche (43/2017)

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, und jedem Ende eine Wehmut.
Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

Drei Szenen aus dem Leben

formal inspiriert von Werner Lutz

Im Job
Abwarten einfach abwarten
bis sich
hinter dem Staubwirbel der aktuellen Umorganisation
der Arbeitsalltag wieder erkennen lässt

Beim Ehrenamt
Vorlesen einfach vorlesen
bis sich
spätestens bei Goethes Heideröslein
die Köpfe heben und Augen leuchten

Im Urlaub
Wandern einfach wandern
bis
nach tausend Schritten bergauf
frühlingsgrüne Baumwipfel leuchten

Kalenderspruch der Woche (42/2017)

Ruhe, Stille, Sofa und eine Tasse Tee geht über alles.
Theodor Fontane (1819 – 1898)

Kalenderspruch der Woche (41/2017)

… kommt aus der UN Resolution 66/170 zum heutigen “Day of the Girl”:

[…] empowerment of and investment in girls, which are critical for economic growth, the achievement of all Millennium Development Goals, including the eradication of poverty and extreme poverty, as well as the meaningful participation of girls in decisions that affect them, are key in breaking the cycle of discrimination and violence and in promoting and protecting the full and effective enjoyment of their human rights, and recognizing also that empowering girls requires their active participation in decision-making processes and the active support and engagement of their parents, legal guardians, families and care providers, as well as boys and men and the wider community […]

Im Dezember 2011 rief die UN den “International Day of the Girl Child” aus. Sein Ziel ist die Gleichberechtigung von Mädchen in allen Lebensbereichen. Dazu gehört die Bekämpfung der Zwangs- bzw. Kinderehe sowie der Gewalt gegen Mädchen im Namen von Tradition und Kultur, wie z.B. Genitalverstümmelung.

Wie schade, dass wir den Tag brauchen. Aber gut, dass es ihn gibt.

Kalenderspruch der Woche (40/2017)

Wo unter einem Dach beisammen zwei entgegengesetzte Winde sind, wird nie der Sturm sich legen.
Friedrich Rückert (1788 – 1866)

Münchner Konzert oder: Tori, please come back soon!

Nach einem Tag voller Vorfreude ist es am Samstag um 20:00 Uhr soweit. Die Vorband „Bell X 1“ betritt die Bühne der Philharmonie im Gasteig. Die drei jungen Männer aus Irland zaubern mit ihren Akustik-Gitarren wunderbar melancholische Lieder, die das Publikum begeistern. Obwohl ich wie alle anderen auf Tori warte, hätte ich den Dreien gerne noch länger zugehört.

Nach einer Pause für den Bühnenumbau betritt Tori Amos die Bühne, in High Heels und wehendem Gewand, und sofort bin ich in ihren Bann geschlagen. Die ersten Takte klingen noch einen Tick übersteuert, Toris Stimme ein klein wenig kratzig, aber das legt sich schnell und ich habe das Gefühl, mich in diese Musik hineinlegen zu können. Ich kann mich fallen lassen und diese Musik wird mich auffangen wie eine weiche Wolke und sie wird mich tragen, wohin ich will, weil sie weiß, was ich will, was ich brauche.

Tori Amos schafft, was auch jede Autorin schaffen möchte: Sie weckt Emotionen beim Publikum. Ihre Lieder berühren tief, mal sanft, mal packen und reißen sie dich, sie lassen Tränen fließen, wecken positiven Zorn, entfesseln Energie.

Tori Amos‘ Musik gefällt nicht jedem. Aber für diejenigen, die für sie empfänglich sind, für die kann sie zum kostbaren Lebenselixier werden. Für mich ist es so. Nach guten eineinhalb Stunden verlasse ich den Saal und fühle mich leicht, beflügelt, glücklich.
Dear Tori, please come back soon!