Brockhaus der Woche (37/2018)

Jetzt, wo die Abende und Nächte kühler werden, gewinnt sie wieder an Bedeutung:

Kälteresistenz, die Fähigkeit von Organismen, länger dauernde Einwirkung tiefer Temperaturen ohne bleibende Schäden zu ertragen. Allg. existiert eine große individuelle Variabilität im Ertragen von Kälte, die u.a. abhängig ist vom Flüssigkeitsanteil am Lebendgewicht der Organismen bzw. dem Verhältnis von freiem zu gebundenem Wasser sowie Einwirkungsdauer, Plötzlichkeit und Wiederholung der Kälteeinwirkung. Organismen kühlerer Klimate besitzen eine wesentlich größere K. als Pflanzen und Tiere wärmerer Lebensräume, die häufig schon bei einigen Graden über 0°C zum Kältetod führende Schäden erleiden. – Häufig wird bei Pflanzen die Frostresistenz, tiefe Temperaturen unter 0°C lebend zu überstehen, von der K. unterschieden. Sinkende Temperaturen lösen die Bildung von Frostschutzstoffen aus, die u.a. in Chloroplasten eingelagert werden und vor Wasserentzug schützen.

Die genannte „große individuelle Variabilität im Ertragen von Kälte“ kann übrigens auch an den menschlichen Bewohnern meines Haushalts beobachtet werden.

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