Monatsarchiv: Februar 2022

Malerei der Woche (08/2022)

Unweit der Sixtinischen Kapelle, in einem Saal des Vatikans, befindet sich Raffaels Fresko „Die Schule von Athen“. Durch die Zentralperspektive öffnet sich auf dem über sieben Meter breiten Gemälde ein weiter Raum. Dieser ist bevölkert von bedeutenden antiken Denkern wie Platon, Aristoteles, Sokrates, Diogenes, Euklid und Pythagoras. Auch sich selbst hat Raffael abgebildet; rechts unten wirft er dem Betrachter einen fast scheuen Blick zu. Das Werk feiert, ganz im Sinne der Renaissance, das antike Denken als Ursprung der europäischen Philosophie und Wissenschaft.

Malerei der Woche (07/2022)

Michelangelos Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle ist sicher eines der imposantesten Werke der Renaissance. Die Darstellungen der biblischen Schöpfungsgeschichte sind weltberühmt. Doch es gibt auch andere Figuren, so zum Beispiel die Erythraeische Sibylle, eine Seherin der Antike. Sitzend, in fließendem Gewand, ist sie einem Buch zugewandt, in dem sie liest und dabei bereits mit einem muskulösen Arm die Seiten der Zukunft aufschlägt. Was dort geschrieben steht, wissen wir nicht.

Bald kommt er

Die Äste sind noch kahl, die Wiesen blass, doch die ersten Blüten und Bienen sind da und die Vögelchen zwitschern immer eifriger. Bald kommt er, der Frühling!

Malerei der Woche (06/2022)

Trompe-l’œil heißt wörtlich „täusche das Auge“ und bezeichnet illusionistische Malerei, die durch perspektivische und/oder naturgetreue Darstellung dreidimensional und real wirkt. Solche Werke gab es bereits in der Antike, im Mittelalter geriet die Technik in Vergessenheit und wurde in der Renaissance wiederentdeckt. Das „Stillleben mit Rebhuhn und Eisenhandschuhen“ von Jacopo de‘ Barbari zeugt davon, dass die perfekte Nachahmung der Natur eines der höchsten Ziele der Renaissancekunst war.

Malerei der Woche (05/2022)

Kaum ein anderer Künstler verkörpert die Ideen der Renaissance besser als Leonardo d Vinci. Sein berühmtestes Gemälde ist wohl die Mona Lisa, seine bekannteste Zeichnung der vitruvianische Mensch – die Anatomie des Mannes eingebettet in die geometrischen Grundformen Quadrat und Kreis, in perfekter Synthese der Proportionen.