Archiv der Kategorie: Gedanken aus der Besteckschublade

Na so was!

Kennt ihr das? Ihr tut etwas und seid dabei von euch selbst überrascht. Ihr denkt: Schau mal an, das hätte ich gar nicht von mir erwartet.

Mir ging es gerade so. Ich habe die EMMA abonniert. Mein erstes Abo überhaupt jemals. (Obwohl, in der Grundschule hatte ich mal den „Tierfreund“ abonniert, aber das zählt nicht wirklich.)

Die Motivation für die EMMA? Vielleicht, weil ich mich über die Verabschiedung des Betreuungsgeldes geärgert habe. Vielleicht, um der allgemeingefährlichen potenziellen Verdummung durch TV, Internet, Radio entgegenzuwirken.

Zuvor hab ich jedenfalls ein paar Artikel in der Online-Ausgabe gelesen und fand sie gut. See for yourself: EMMA – Das politische Magazin von Frauen

 

There’s a new team in town…

… and it’s not foolin‘ ‚round ! 🙂

Kevin Dardis – Quizzing all over Franconia since 2004

Zeit für Lebensmittel

Die „Zeit der Leser“ hat eines meiner Gedichte veröffentlicht! Ich freue mich sehr. 🙂

http://blog.zeit.de/zeit-der-leser/2012/07/04/im-lebensmittelladen/

Und Dominik: Danke für den Anschub!

Ein Tag wie jeder andere

Diese Woche ist der Ehemann einer Kollegin verstorben, nach kurzer schwerer Krankheit. Vor einem Monat noch war alles in Ordnung, alles normal. Und plötzlich ist ein Leben zu Ende und andere werden völlig aus der Bahn geschleudert.

Es gibt Leute, die sagen, man solle jeden Tag leben, als sei er der letzte. Das ist natürlich kaum alltagstauglich. Dann würde ich nie wieder zum Zahnarzt gehen, die Spülmaschine ausräumen oder meine Fahrradreifen aufpumpen…

Was man jedoch sehr leicht und jederzeit tun kann: sich über Dinge freuen, die es wert sind. Auch und gerade über die kleinen. Wenn die kalte klare Morgenluft in der Nase kitzelt. Wenn man zusammen im Büro herzlich lacht. Wenn man sich abends zur Begrüßung in die Umarmung des Partners kuschelt.

Und bei Dingen, über die man sich ärgert, sollte man prüfen, wie viel Aufmerksamkeit und Energie sie wirklich verdienen. Und dann: entweder ad acta legen oder planen, wie man sie ändern kann.

Man kann nicht jeden Tag so leben, als sei er der letzte. Aber man kann versuchen, in jedem Tag etwas Schönes und Gutes zu entdecken.

Kiva – Eine gute Sache? Rat gesucht.

Ein Novum: Ich frage in die www-Gemeinschaft hinein in der Hoffnung auf einen guten Rat.

Vor ein paar Tagen bin ich auf Kiva gestoßen. Ich habe ein bisschen recherchiert und gelesen, konnte mir aber noch kein abschließendes Urteil bilden, ob ich Kiva unterstützen will oder nicht.

Wer kann fundiert berichten? Am besten aus erster Hand. Bitte nur seriöse Zusendungen. 🙂

Danke!

Traum und Wirklichkeit

Neulich habe ich geträumt, dass ich vor einer Art Anzeigetafel stehe. Dort sind nach und nach immer mehr Meldungen zur aktuellen Lage weltweit erschienen: Tote in Syrien, Wahlbetrug in Russland, Neo-Nazis in Deutschland, wischi-waschi Klimagipfel, Überschuldung in Europa, skrupellose Finanzmarktmacher, Strahlen in Japan, …

Im Traum habe ich eine tiefe Traurigkeit empfunden und die Gewissheit: Wir werden es nicht schaffen.

Im krassen Gegensatz dazu mein eigenes kleines Leben: Ein wirklich schönes und erfolgreiches Jahr ist gestern zu Ende gegangen.

Nach einem Jahr im neuen Job habe ich das Gefühl, ich bin angekommen und freue mich auf den weiteren Weg. Auch privat ist alles prima, im Frühling steht ein Umzug in eine tolle neue Wohnung an. Schreibtechnisch war 2011 hervorragend, viele neue Geschichten sind entstanden und sogar das erste gedruckte Werk. Mit meinem Fernstudium bin ich gut und erfolgreich vorangekommen, auch wenn zwischenzeitlich Panikattacken und Selbstzweifel bekämpft werden mussten.

Meine persönliche Wirklichkeit ist ungeheuerlich viel besser als die globale Wirklichkeit. Zur Revolutionärin tauge ich allerdings nicht, so dass sich mein Gewissen auch 2012 mit regelmäßigen wohltätigen Spenden und möglichst umweltfreundlichem und aufrichtigem Verhalten zufrieden geben muss.

Wir werden sehen, was das neue Jahr bringt.

 

Blasen sind zum Platzen da

Heute auf dem Heimweg habe ich aus dem Augenwinkel dieses Bild im Aufmacher einer Tageszeitung wahrgenommen. Vor Übelkeit wäre ich beinahe vom Fahrrad gekippt.

Ich hänge ziemlich an meinem eigenen Wohlstand, aber manchmal wünschte ich, die Blase würde endlich platzen.

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Sonnenschein in blau-weiß-blau

Diese Galerie enthält 13 Fotos.

Neuer Urlaub, neues Land: Santorini ist eine kleine Kykladeninsel und gehört entsprechend zu Griechenland. Nein, die Griechen waren nicht unfreundlich zu uns, weil wir strenge Euro-Deutsche sind. Ein Souvenirhändler hat sogar gesagt: „Angela Merkel… very good!“ Na, wer weiß, was … Weiterlesen

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Tallinn: Mittelalter trifft Skyline

Diese Galerie enthält 8 Fotos.

Vier Tage in Estlands Hauptstadt, Anfang August 2011. Wer Lust auf Abwechslung und weniger ausgetretene Pfade als in London, Paris, Rom hat, ist in Tallinn genau richtig. Mit 400.000 Einwohnern ist Tallinn übersichtlich, aber keineswegs provinziell. Die verwinkelten Gassen im … Weiterlesen

Ein Abschied

17:53 zeigt die Bahnhofsuhr. Sonntags ist nicht viel Verkehr, da brauchen wir nicht lange, hast du gesagt. Und es war auch so.

Natürlich begleitest du mich auf den Bahnsteig und wartest draußen, bis der Zug wirklich fährt. Ich sitze drinnen und weiß nicht, ob du mich sehen kannst durch die verspiegelten Scheiben. Ich hoffe nicht.

Die Türen schließen selbsttätig, Vorsicht bei der Abfahrt. Endlich wieder für mich. Endlich wieder ich.

Vor vier Wochen haben wir uns kennen gelernt. Vor zwei Wochen hast du mir ins Ohr geflüstert: Ich liebe dich. Und ich hab kaum mehr Luft bekommen. Viel zu nah, viel zu schnell.

Aber es liegt nicht nur an dir. Ich bin noch nicht so weit. Bin noch nicht weit genug, noch nicht sicher genug bei mir selbst, um einen anderen herein zu bitten.

Es tut mir leid dich zu verletzen. Wir werden uns nicht wiedersehen.