Monatsarchiv: April 2008

The Queen is back

Für alle, die auf Süßigkeiten stehen, gibt es etwas Neues: Hard Candy – raw, sticky, and sweet.

Madonna ist meine Heldin. Ich liebe die Musik und bewundere die Person. Immer wieder anders und immer wieder unverwechselbar. Als ich sie vor zwei Jahren zum ersten Mal live gesehen habe, bewegten sich meine Empfindungen zwischen Ehrfurcht und Ekstase.

Und jetzt macht sie Hip Hop. Mit Leuten, die man die ganze Zeit im Radio hört: Timbaland, Pharrell Williams, Justin Timberlake, Kanye West. Sie setzt keinen Trend, sondern springt auf einen gut eingefahrenen Zug auf. Im ersten Moment vielleicht ein wenig enttäuschend.

Aber Hip Hop Buben hin oder her, vorne auf der CD drauf ist Madonna und es ist auch Madonna drin. Das Album hat Nähe zu “Music”, “American Life” und “Confessions on a Dancefloor”. Ich hab mich jetzt ein paar Tage eingehört und bin sehr glücklich mit meiner Heldin. Some things are forerver.

Auf der ersten Single macht der gute Justin mit, für den ich seit zwei, drei Jahren heimlich ein wenig schwärme. Sagt es bitte nicht weiter. J

Roh

 

Vom Durst der beginnenden Schlacht getrieben

Waren meine Gedanken wild und brutal

 

Deine Worte verhallten im Grollen der Krieger

Und ich hörte nicht deine Warnung

 

Im blutigen Gewirr der Schwerter

Verbrannte mein Verstand

 

Im Kampf um Sieg und Überleben

Erlangten unsere Armeen den Triumph

 

Als der wütende Sturm sich endlich legte

Und der Jubel der Gewinner begann

 

Suchte und fand ich dich

Zerrissen und starr

 

Und ich begriff in einem erbarmungslosen Augenblick

Dass ich alles verloren hatte

Slow down, baby

 

Ich denke viel über mich, mein Leben, meine Ziele und Wünsche nach, viel mehr als irgendjemand anderes, also weiß ich auch am besten, was gut für mich ist und was nicht. Ich höre nicht gern auf andere Menschen. Wenn jemand mit einem guten Rat oder seiner ungefragten Meinung ankommt, muss er je nach Stimmung mit einer mehr oder weniger freundlich formulierten Abfuhr rechnen. Da ich aber auch nicht unendlich arrogant bin, stößt eine Rückmeldung von anderen Leuten so gut wie immer einen Denkprozess an: Hat er/sie vielleicht Recht? Ist doch was Wahres dran?

 

Genau so ist es vor kurzem passiert, als jemand im beruflichen Umfeld sagte, ich sei zu schnell und ungeduldig, ich solle „entschleunigen“. Die Dame hat das Feedback nicht mir allein gegeben, sondern der Gruppe, in der ich mich befand. Meine erste Reaktion: so ein Quatsch aber auch, wie stellt sie sich das vor? Schnelligkeit ist das tägliche Geschäft. Langsam geht gar nicht.

 

Zweite Reaktion: Nachdenken. Mich selbst heute mit mir selbst vor ein paar Jahren, vor ein paar Monaten vergleichen. Und ja, ich bin schneller geworden. Schneller im Sinn von entschlossener und effizienter im Job zu sein, ist auch gut und wichtig. Was mir allerdings zu sehr verloren gegangen ist, ist einen Ausgleich dafür zu schaffen. Ich habe schon immer einen Großteil meiner Kraft daraus gezogen, dass ich in mir ruhe, dass ich bei mir selbst bin.

 

Das ist im Moment oft nicht so – ich renne zu viel. Ich gehe, ich schlendere zu wenig. Und erst recht bleibe ich nirgends stehen, nicht mal für einen Augenblick. Das ist aber manchmal wichtig, um überlegen zu können, wohin man eigentlich will. In diesem Sinne werde ich versuchen, wieder ein Stück langsamer und bewusster zu werden. Wäre doch schade, wenn man am eigenen Leben vorbei hetzt und nichts mitbekommt.

 

 

Zwei gute Männer pro Staat

 

„Laut einer Studie gibt es zwei gute Männer pro Staat.“ – Ein Zitat aus „Ally McBeal“, einer meiner US-Lieblingsserien. Umgerechnet auf Deutschland sind das knapp 30 gute Männer landesweit. Wenn ich so auf meine Erfahrungen als Single-Frau zurückblicke, halte ich diese Zahl für realistisch.

 

Man muss sich bei der Suche schon mit merkwürdigen Gestalten auseinandersetzen. Oft und schnell gefunden: Der Beziehungsunwillige. Diese Typen erzählen Dinge wie „Ich stelle mir vor, dass ich irgendwann mal so in eine Beziehung hineinschlittere“ (Vorsicht: Ausrutschgefahr auf Glatteis!) oder „Ich will eine Frau finden, die nicht nur mich liebt, sondern die ich auch lieben kann“ (Tipp: Halte Ausschau nach einer, die dir gewachsen ist und sich auch selber liebt; kein kleines Mäuschen, das dir alles recht macht). Wieder andere wollen erst noch den ganzen Süßigkeitenladen durchprobieren, bevor sie sich auf etwas einlassen (Achtung: Von zuviel Zucker wird einem schlecht!).

 

So lange dieser Typ mit offenen Karten spielt, ist das an sich okay. Wenn du jedoch für dich feststellst, dass du etwas willst, das nicht nur an der Oberfläche kratzt, solltest du zusehen, dass du den Absprung schaffst, bevor es richtig weh tut und du den Typ Monate lang nicht mehr aus dem Kopf kriegst. Die Verschwendung kannst du dir sparen.

 

Noch weniger brauchbar sind Kandidaten, die Sekretärin und Haushaltshilfe im Kombipack suchen (Hüte dich vor Männern, die mit 30 noch bei Mutti waschen lassen!). Andere wieder schießen sich so auf dich ein, dass du keine Luft mehr zum Atmen hast („Du kommst mir vor wie ein Engel. Ich liebe dich.“ – und das beim zweiten Date). Bei beiden gilt: Nix wie weg!

 

Furchtbar weit verbreitet ist natürlich der Typ, der so langweilig ist, dass du dir nach 2 Minuten beim ersten Date überlegst, mit welcher Ausrede du möglichst bald nach Hause gehen kannst und ihn gleichzeitig für immer abwimmelst. Bei denen findest du nie heraus, ob sie zu den manisch männlich Unabhängigen oder den zwanghaft zutraulichen Klammeraffen gehören. Und das ist auch gut so.

 

Die Suche geht also weiter. Bis der Richtige gefunden ist. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden, denn (und auch das ist ein Zitat aus „Ally McBeal“): Es gibt nichts einsameres, als mit dem falschen Kerl zusammen zu sein.

 

Fertig!

Im März habe ich jede zweite Nacht durchgearbeitet und kann nun stolz behaupten, dass das Buch fertig ist! – Okay, ist ein Aprilscherz…In Wirklichkeit sieht’s so aus: Hab irgendwie wieder weniger gemacht als gedacht. Mal ehrlich, das wird in jedem Monat, in dem ich ganz normal zur Arbeit gehe, so sein. Ich kann und will auch nicht mein gesamtes Freizeitdasein dem Buch widmen. Darum bleibt fürs Schreiben potenziell gar nicht mehr so arg viel Zeit… 

Wie dem auch sei: Ich habe am Charakter und v. a. an der Familiengeschichte der Heldin gearbeitet. Richtig ausgereift ist sie aber noch lange nicht. Ich muss sie noch besser kennen lernen. Sie braucht noch ein paar markante Eigenschaften, die sie zu einer echten Persönlichkeit machen und die ihr Handeln, Denken und Fühlen authentisch werden lassen. 

Auch mit den Charakteren der anderen Welten ist es ein Stück voran gegangen. Zentrale Personen, ihre Grundmotive und Rollen sind angelegt. Auch einige Intrigen und dunkle Absichten für spannende Wendungen sind ausgedacht. Neben dem einen Word-Dokument mit der bisherigen Stoffsammlung habe ich Schaubilder angelegt, um die Personen inkl. Ultrakurzbeschreibung und ihr Verhältnis zueinander übersichtlicher als im Fließtext darzustellen.   

Plan für April: Charaktere in allen Welten weiter ausarbeiten, weitere Charaktere erfinden und parallel dazu Ideen für die Geschichte entwickeln. Übrigens, wer tolle Ideen für Namen hat, gerne her damit. Es sind Königsfamilien, Helden, Schurken, magische Wesen verschiedener Ausprägung, Gottheiten und andere Gestalten des Alltags zu besetzen.