Archiv der Kategorie: Futter für Geist und Seele

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20.000 Einwohner und 130.000 Dattelpalmen auf 400 qkm

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La Gomera ist die zweikleinste und angeblich wildeste der Kanarischen Inseln. Die relativ langwierige Anreise wird belohnt mit einer beeindruckenden, vielfältigen Landschaft und absoluter Entspanntheit. Am besten erkundet man die Insel bei geführten Wanderungen. Ein Muss ist der Nebelwald rund … Weiterlesen

„Wenn das die Grimms wüssten!“ gewinnt den Deutschen Phantastik-Preis 2013 in der Kategorie „Beste Original-Anthologie“

Außer ein paar Zimmerpflanzen beim Losen auf dem Volksfest habe ich noch nicht wirklich etwas gewonnen… Nun aber wurde die Märchensammlung „Wenn das die Grimms wüssten!“ als beste Original-Anthologie beim Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet. Samt meiner Geschichte vom Wolf Kamron und seinen Erlebnissen im Zauberwald.

Am 12. Oktober fand im Rahmen des Buchmesse-Convents „BuCon“ in Dreieich bei Frankfurt die Verleihung des Deutschen Phantastik-Preises 2013 statt. Verleger Peter Hellinger von art&words nahm dort den Preis entgegen.

Auf der Website von art&words gibt es eine Pressemitteilung zum Preisgewinn.

Und so sieht er aus, der Preis:

Deutscher Phantastik-Preis 2013

Ein kleines Juwel, das hell strahlt: Das Mädchen Wadjda von Haifaa al-Mansour

Eine Frau hat einen Kinofilm gedreht. Mit einem Mädchen in der Hauptrolle, das sich ein Fahrrad wünscht. „Na und?“, könnte man sagen. Aber in dem Land, aus dem die Regisseurin stammt und in dem gedreht wurde, sind Kinos verboten und Frauen sind so gut wie unsichtbar: Saudi-Arabien.

Schon deswegen verdient der Film ein „Schau an!“. Und das Anschauen lohnt sich. In ruhigen Bildern erzählt Haifaa al-Mansour die Geschichte der zehnjährigen Wadjda und zeigt damit den Alltag von Frauen in Saudi-Arabien. Verhüllt und stumm, eingeschlossen und abhängig sind sie. Aber Wadjda will ganz anders sein. Und am Ende bekommt sie, was sie sich wünscht.

Der Film klagt nicht an, er schildert einfach die Gegenwart. Und er öffnet die Tür zu einer Zukunft mit neuen Möglichkeiten, wenn auch vielleicht nur einen winzigen Spalt.

Artikel der Süddeutschen und der Zeit geben mehr Info zum Film und seiner Entstehung.

Einen Trailer gibt’s natürlich auch:

 

Kulturgeschichte leicht verdaulich: „1913“ von Florian Illies

Feuilletonist Florian Illies versammelt in seinem Buch „1913 – Der Sommer des Jahrhunderts“ seine Auswahl an Persönlichkeiten der damaligen Kulturgeschichte und erzählt anekdotisch Monat für Monat, wer wann was mit wem geplant und getrieben, gelitten und geschrieben, getrunken und gestritten, gemalt und gejagt, komponiert und aufgeführt, veröffentlicht und ausgestellt, diskutiert und rationalisiert hat.

Wer eine wissenschaftliche Geschichtsabhandlung des Jahres vor Ausbruch des ersten Weltkriegs sucht, wird von „1913“ enttäuscht sein. Wer sich der Zeit des Umbruchs hingegen leichten Fußes von der schöngeistigen Seite nähern möchte, wird glücklich fündig.

„1913“ ist ein schillerndes Lesebuch, das schmunzeln und staunen lässt und zum Nachdenken anregt – auch über die Parallelen zu unserer Gegenwart.

P.S.: Obwohl ich nicht gänzlich ungebildet bin, konnte ich einige der Protagonisten nur ganz grob einordnen und von manchen hatte ich noch nie gehört. Das tut der Lesefreude aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, in diesem Fall ist Bildung tatsächlich unterhaltsam.

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Berge, Wiesen, Wiener Schnitzel: Urlaub im Salzburger Land

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Als Kind war ich fast jedes Jahr mit meinen Eltern im Sommerurlaub in Österreich. Später hat’s mich weiter weg gezogen. 2008 dann eine Stippvisite in Wien, 2011 in Graz und nun, Anfang August 2013, eine Woche Familienurlaub im Salzburger Land. … Weiterlesen

Kult mit Klamauk: Blues Brothers

Gerade habe ich – seit ewigen Zeiten einmal wieder – die „Blues Brothers“ mit John Belushi und Dan Akroyd gesehen. Lief auf arte im „Summer of Soul“.

Sicher, die Coolness ist inzwischen etwas eingestaubt. Der Humor ist stuck in the eighties, natürlich, der Film ist von 1980. Zeitlos gut und im wahrsten Sinne des Wortes bewegend ist und bleibt die Musik.

Meine Favoriten:

„Think“ von Aretha Franklin…

 

… und natürlich “Everybody Needs Somebody To Love”

Enjoy! Dance! And always shake a tail feather!

Nominiert für den Deutschen Phantastik Preis 2013

Die Anthologie „Wenn das die Grimms wüssten“, in der meine Geschichte von Kamron, dem Wolf erschienen ist, wurde für den Deutschen Phantastik Preis nominiert, in der Kategorie “ Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung“.
Mehr Info hier: http://www.deutscher-phantastik-preis.de/

Wer den Preis gewinnt, entscheidet das Publikum. Jeder kann online abstimmen!

Und das geht so:
Mit der E-Mail-Adresse hier anmelden: http://dontapir.de/dpp/
An die E-Mail-Adresse wird ein Bestätigungscode geschickt.
Mit diesem Einloggen, dann zur Kategorie Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung“ gehen und dort auswählen: Peter Hellinger [Hg]: Wenn das die Grimms wüssten (art&words)“

Bestätigen durch Klick auf „Update“. Und schon zählt die Stimme!
Die Abstimmung läuft bis zum 28. Juli 2013.

Ich hab schon abgestimmt. 🙂

„Die Teilacher“ und „Machloikes“ von Michel Bergmann – leichtfüßig und tiefgründig

Gott sagte zu Moses: Ich habe Gebote für euch. Und Moses fragte: Was kosten die? Nix, sagte Gott. Moses: Okay, dann nehme ich zehn!

Einer von vielen jüdischen Witzen aus „Die Teilacher“. Autor Michel Bergmann erzählt in seinen Romanen „Die Teilacher“ und „Machloikes“ über das Leben von Juden in Frankfurt am Main nach dem 2. Weltkrieg. Im Land der Mörder verstehen sie sich als Durchreisende und doch bleiben sie oft. Schlagen sich nach dem Trauma des Krieges und der Lager als Teilacher, jiddisch für Handelsvertreter, durch die Trümmer und etwas später durchs beginnende Wirtschaftswunder. Dabei gibt es viel zu lachen und zu weinen, viel zu hoffen und zu zweifeln und natürlich auch Machloikes: Machenschaften, Ärger, Zwist.

Beide Bücher lesen sich leicht, lassen dich schmunzeln und laut lachen. Und berühren dich tief und lassen dich nachdenken, wenn es um die Schrecken und Verbrechen geht. Ich habe Michel Bergmann 2011 auf dem Poetenfest in Erlangen gehört, wie er aus „Machloikes“ gelesen hat. Eine wunderbare Entdeckung. „Die Teilacher“ wird derzeit verfilmt. Ich freu mich schon drauf.

Vom einen zum anderen: Stoker und Emily Wells

„Stoker“ ist das Hollywood-Debut des koreanischen Regisseurs Chan-wook Park. Die Hauptpersonen: Die 18jährige India, ihre psychisch labile Mutter und der mysteriöse Onkel Charlie, der just auftaucht, als Indias Vater bei einem Unfall ums Leben kommt. Eine Art Familienfilm also, aber sicher kein „Film für die ganze Familie“, denn der verstorbene Vater ist weder der letzte noch der erste Tote. In der ersten Hälfte plätschert es noch mehr als es mitreißt, aber das wird wett gemacht durch Atmosphäre und Ästhetik. Ein faszinierender und sorgfältiger Film für Leute, die Psychothriller mögen.
Auf YouTube ist ein offizieller Trailer für Stoker zu finden.

Gefangen genommen hat mich der Song, der zum Abspann lief. Natürlich war schnell herauszufinden, wie er heißt und von wem er ist: „Becomes the Color“ von Emily Wells.

Und da dachte ich bei mir: Vielleicht hat die Gute noch mehr hörenswerte Musik produziert. Ebenfalls schnell herausgefunden: So ist es!
Das aktuelle Album von Emily Wells heißt „Mama“. Will man es in eine Schublade stecken, passt „Alternative“ wohl am besten. Die Songs sind eher dunkel als hell, erdig, ein wenig folkig und nehmen dich sofort mit. Einer meiner Favoriten: „Let Your Guard Down“.

In der „Deluxe Version“ der CD kommen die Songs zusätzlich im Acoustic-Sound. Sehr ruhig und beruhigend. Ideal zum Beispiel, wenn dein Flohmarktstand vom Wolkenbruch heimgesucht wurde und du abends komplett groggy im Bett liegst… 🙂

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Schneckentempo & andere Waldimpressionen

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Anstatt mit großen Schritten bewegt sich der Frühling weiterhin bestenfalls im Schneckentempo. Gutes Wetter gilt es zu nutzen. So getan am Pfingstmontag, bei einem ausgedehnten Spaziergang im nahen Wald. Hier ein paar Eindrücke.