Einerseits, andererseits

Carolas Suche, Teil 6
Was zuvor geschah…

Als Carola die Stufen zu ihrer Wohnung im zweiten Stock hochstieg, waren die Tränen weggewischt und die Wut über Nicks Betrug begann, sich in stumme Resignation zu wandeln. Nachdem sie sich in den letzten Wochen langsam aber sicher in ihn verliebt hatte, war es heute ans Licht gekommen: Nick war verheiratet. Weiterlesen

Vor 70 Jahren in Paris… „Sarahs Schlüssel“ von Tatiana de Rosnay

Am 16. und 17.Juli 1942 verhaftete die französische Polizei in Paris auf Geheiß der Nazis etwa 13.000 Juden, darunter über 4.000 Kinder. In einer Sporthalle, dem Vélodrome d’Hiver, wurden sie mehrere Tage lang interniert, bevor sie in verschiedene Durchgangslager nahe Paris gebracht wurden. Dort wurden die Kinder von den Eltern getrennt. Unmittelbar darauf begannen die Transporte der Erwachsenen nach Auschwitz und nach einem Monat wurden auch die Kinder nach Auschwitz deportiert. Erst in den 1990er Jahren bekannte sich die französische Regierung unter Jaques Chirac zu einer Mitschuld.

Diese schrecklichen Ereignisse sind Dreh- und Angelpunkt des Romans „Sarahs Schlüssel“ von Tatiana de Rosnay. Der Leser begleitet zum einen die zehnjährige Sarah, die am 16.Juli 1942 mit ihrer Familie festgenommen wird, zum anderen die in Paris lebende amerikanische Journalistin Julia, die 60 Jahre später mit Sarahs Schicksal in Berührung kommt. Die Geschichte ist berührend und packend und zudem fein erzählt (wenn auch sprachlich nicht immer perfekt).

Mich hat das Buch dazu bewegt, ein wenig über die jüdische Bevölkerung meiner Heimatstadt Erlangen zu forschen. Auf Wikipedia ist einiges zum Judentum in Erlangen zu finden. Nachdem laut Wikipedia im Oktober 1943 die letzte jüdische Erlangerin nach Auschwitz verschleppt wurde, gibt es heute wieder eine kleine aktive jüdische Gemeinde in Erlangen, die auf ihrer Website auch Basisinfo zum Judentum bietet.

Zeit für Lebensmittel

Die „Zeit der Leser“ hat eines meiner Gedichte veröffentlicht! Ich freue mich sehr. 🙂

http://blog.zeit.de/zeit-der-leser/2012/07/04/im-lebensmittelladen/

Und Dominik: Danke für den Anschub!

Wundersame Blüten

Warum nur hat sie die Veilchen aufgegessen? Die Frage stand mir wohl ins Gesicht geschrieben, als ich letztes Wochenende im Park die Dame neben mir beobachtete.

Nach den Veilchen war keineswegs Schluss, auch die Gänseblümchen und der Löwenzahn mussten dran glauben. Von Löwenzahnsalat hatte ich schon gehört, aber meine Nachbarin konzentrierte sich durchgehend auf die Blüten. Weiterlesen

Mittendrin (Schau mal, Schatz – Episode 3)

„Jetzt schmeiß‘ ich den Krempel gleich aus dem Fenster!“, rufe ich und knalle den halbleeren Aktenordner auf den Boden. Der Aufprall wird durch die vielen Blätter gedämpft, die sich zuvor gelöst haben.

Christian kommt aus dem Wohnzimmer angelaufen, wo er gerade seine Flohmarktschätze für den Umzug verpackt. Ein Blick genügt und er weiß, was los ist. Lächelnd bahnt er sich seinen Weg durch das Chaos offen stehender Kartons, schief gestapelter Bücher und diverser Haufen aus Kleinkram. Weiterlesen

Auf dem Balkon

Auf dem Balkon

Der Mond silbern, die Straßenlaternen orange
Die Füße hochgelegt, der Rotwein leicht
Ein einsamer Radfahrer auf dem Weg nach Hause

Sonntags

Sonntags

Die Straße und die Häuser schlummern noch
Die Frühlingssonne ist schon wach
Beim Bäcker bin ich heute die Erste

Rezension zu „Kamron, der Wolf“

Ein Mit-Autor aus „Wenn das die Grimms wüssten!“ hat meine Geschichte darin rezensiert:

Kamron, der Wolf – Eine Kurzgeschichte von Michaela Keller aus der Anthologie Wenn das die Grimms wüssten!

Herzlichen Dank, Udo!

Kurz und knackig: Rotkäppchen von Udo Seelhofer

Bei modernen Fassungen traditioneller Märchen macht sich oft Langeweile breit – nämlich dann, wenn die altbekannte Geschichte einfach nur in vermeintlich peppigem Jugendvokabular daherkommt.

Nicht so bei Udo Seelhofers „Rotkäppchen“. Ja, er versetzt die Szenerie in die Gegenwart. Und dann spielt er geschickt damit, dass der Leser Figuren und Handlung kennt.

Der Wolf macht sich nicht die Mühe, seine freundliche Maske lange aufzubehalten. Schnell und erbarmungslos schlägt er zu. Das sorgt für Spannung, Schauder und die Gewissheit, dass nicht alle Märchen gut ausgehen.

„Rotkäppchen“ von Udo Seelhofer ist erschienen in der Märchen-Anthologie „Wenn das die Grimms wüssten!“, Verlag art&words, Herausgeber Peter Hellinger.

Jetzt im Handel. 🙂

Wenn das die Grimms wüssten!

… würden sie sicher auch mal reinlesen. 200 Jahre nach den Gebrüdern Grimm gibt es eine neue Sammlung märchenhafter Texte. Einer ist von mir. Ab Mitte April im Buchhandel. Auch als E-Book erhältlich.

Ich freu mich!

Cover Wenn das die Grimms wüssten!