It’s all in my head…


Der April ist vorbei. Und wie steht es mit dem Buch? Sehr viel „Messbares“ kann ich nicht vorweisen.

 

Ich hab recht wenig Zeit auf die Charaktere selbst verwendet, sondern eher über die Geschichte, vor allem den Anfang, nachgedacht. Es wird ja verschiedene Welten und damit auch Parallelhandlungen geben. Wann kommt welche ins Spiel? Was erfährt der Leser wann? Was muss ich in Rückblenden erzählen? Was sind die objektiven Geschehnisse und wie erscheinen diese dem Leser und der Hauptperson (zunächst)? Wann finden beide „die Wahrheit“ heraus? Da ist schon einiges passiert, aber fast ausschließlich in meinem Kopf, nicht niedergeschrieben.

 

Dann hab ich mir auch noch recht viele Gedanken darüber gemacht, in welcher Form ich weiter vorgehe. Einfach alles in ein Word-Dokument zu schreiben, wird mich auf Dauer nicht weiter bringen. Da hat man einfach keinen Überblick. Ich werde versuchen, Szenen und Ereignisse ganz altmodisch mit der Hand auf kleine Kärtchen zu schreiben, die ich dann als so eine Art Mindmap auslegen und herumschieben kann.

 

Der Aufruf nach Namensvorschlägen gilt übrigens weiterhin. Ich freue mich über Ideen. Gerne auch per Mail oder persönlich, wenn jemand nicht ins Blog schreiben möchte.

The Queen is back

Für alle, die auf Süßigkeiten stehen, gibt es etwas Neues: Hard Candy – raw, sticky, and sweet.

Madonna ist meine Heldin. Ich liebe die Musik und bewundere die Person. Immer wieder anders und immer wieder unverwechselbar. Als ich sie vor zwei Jahren zum ersten Mal live gesehen habe, bewegten sich meine Empfindungen zwischen Ehrfurcht und Ekstase.

Und jetzt macht sie Hip Hop. Mit Leuten, die man die ganze Zeit im Radio hört: Timbaland, Pharrell Williams, Justin Timberlake, Kanye West. Sie setzt keinen Trend, sondern springt auf einen gut eingefahrenen Zug auf. Im ersten Moment vielleicht ein wenig enttäuschend.

Aber Hip Hop Buben hin oder her, vorne auf der CD drauf ist Madonna und es ist auch Madonna drin. Das Album hat Nähe zu “Music”, “American Life” und “Confessions on a Dancefloor”. Ich hab mich jetzt ein paar Tage eingehört und bin sehr glücklich mit meiner Heldin. Some things are forerver.

Auf der ersten Single macht der gute Justin mit, für den ich seit zwei, drei Jahren heimlich ein wenig schwärme. Sagt es bitte nicht weiter. J

Roh

 

Vom Durst der beginnenden Schlacht getrieben

Waren meine Gedanken wild und brutal

 

Deine Worte verhallten im Grollen der Krieger

Und ich hörte nicht deine Warnung

 

Im blutigen Gewirr der Schwerter

Verbrannte mein Verstand

 

Im Kampf um Sieg und Überleben

Erlangten unsere Armeen den Triumph

 

Als der wütende Sturm sich endlich legte

Und der Jubel der Gewinner begann

 

Suchte und fand ich dich

Zerrissen und starr

 

Und ich begriff in einem erbarmungslosen Augenblick

Dass ich alles verloren hatte

Slow down, baby

 

Ich denke viel über mich, mein Leben, meine Ziele und Wünsche nach, viel mehr als irgendjemand anderes, also weiß ich auch am besten, was gut für mich ist und was nicht. Ich höre nicht gern auf andere Menschen. Wenn jemand mit einem guten Rat oder seiner ungefragten Meinung ankommt, muss er je nach Stimmung mit einer mehr oder weniger freundlich formulierten Abfuhr rechnen. Da ich aber auch nicht unendlich arrogant bin, stößt eine Rückmeldung von anderen Leuten so gut wie immer einen Denkprozess an: Hat er/sie vielleicht Recht? Ist doch was Wahres dran?

 

Genau so ist es vor kurzem passiert, als jemand im beruflichen Umfeld sagte, ich sei zu schnell und ungeduldig, ich solle „entschleunigen“. Die Dame hat das Feedback nicht mir allein gegeben, sondern der Gruppe, in der ich mich befand. Meine erste Reaktion: so ein Quatsch aber auch, wie stellt sie sich das vor? Schnelligkeit ist das tägliche Geschäft. Langsam geht gar nicht.

 

Zweite Reaktion: Nachdenken. Mich selbst heute mit mir selbst vor ein paar Jahren, vor ein paar Monaten vergleichen. Und ja, ich bin schneller geworden. Schneller im Sinn von entschlossener und effizienter im Job zu sein, ist auch gut und wichtig. Was mir allerdings zu sehr verloren gegangen ist, ist einen Ausgleich dafür zu schaffen. Ich habe schon immer einen Großteil meiner Kraft daraus gezogen, dass ich in mir ruhe, dass ich bei mir selbst bin.

 

Das ist im Moment oft nicht so – ich renne zu viel. Ich gehe, ich schlendere zu wenig. Und erst recht bleibe ich nirgends stehen, nicht mal für einen Augenblick. Das ist aber manchmal wichtig, um überlegen zu können, wohin man eigentlich will. In diesem Sinne werde ich versuchen, wieder ein Stück langsamer und bewusster zu werden. Wäre doch schade, wenn man am eigenen Leben vorbei hetzt und nichts mitbekommt.

 

 

Zwei gute Männer pro Staat

 

„Laut einer Studie gibt es zwei gute Männer pro Staat.“ – Ein Zitat aus „Ally McBeal“, einer meiner US-Lieblingsserien. Umgerechnet auf Deutschland sind das knapp 30 gute Männer landesweit. Wenn ich so auf meine Erfahrungen als Single-Frau zurückblicke, halte ich diese Zahl für realistisch.

 

Man muss sich bei der Suche schon mit merkwürdigen Gestalten auseinandersetzen. Oft und schnell gefunden: Der Beziehungsunwillige. Diese Typen erzählen Dinge wie „Ich stelle mir vor, dass ich irgendwann mal so in eine Beziehung hineinschlittere“ (Vorsicht: Ausrutschgefahr auf Glatteis!) oder „Ich will eine Frau finden, die nicht nur mich liebt, sondern die ich auch lieben kann“ (Tipp: Halte Ausschau nach einer, die dir gewachsen ist und sich auch selber liebt; kein kleines Mäuschen, das dir alles recht macht). Wieder andere wollen erst noch den ganzen Süßigkeitenladen durchprobieren, bevor sie sich auf etwas einlassen (Achtung: Von zuviel Zucker wird einem schlecht!).

 

So lange dieser Typ mit offenen Karten spielt, ist das an sich okay. Wenn du jedoch für dich feststellst, dass du etwas willst, das nicht nur an der Oberfläche kratzt, solltest du zusehen, dass du den Absprung schaffst, bevor es richtig weh tut und du den Typ Monate lang nicht mehr aus dem Kopf kriegst. Die Verschwendung kannst du dir sparen.

 

Noch weniger brauchbar sind Kandidaten, die Sekretärin und Haushaltshilfe im Kombipack suchen (Hüte dich vor Männern, die mit 30 noch bei Mutti waschen lassen!). Andere wieder schießen sich so auf dich ein, dass du keine Luft mehr zum Atmen hast („Du kommst mir vor wie ein Engel. Ich liebe dich.“ – und das beim zweiten Date). Bei beiden gilt: Nix wie weg!

 

Furchtbar weit verbreitet ist natürlich der Typ, der so langweilig ist, dass du dir nach 2 Minuten beim ersten Date überlegst, mit welcher Ausrede du möglichst bald nach Hause gehen kannst und ihn gleichzeitig für immer abwimmelst. Bei denen findest du nie heraus, ob sie zu den manisch männlich Unabhängigen oder den zwanghaft zutraulichen Klammeraffen gehören. Und das ist auch gut so.

 

Die Suche geht also weiter. Bis der Richtige gefunden ist. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden, denn (und auch das ist ein Zitat aus „Ally McBeal“): Es gibt nichts einsameres, als mit dem falschen Kerl zusammen zu sein.

 

Fertig!

Im März habe ich jede zweite Nacht durchgearbeitet und kann nun stolz behaupten, dass das Buch fertig ist! – Okay, ist ein Aprilscherz…In Wirklichkeit sieht’s so aus: Hab irgendwie wieder weniger gemacht als gedacht. Mal ehrlich, das wird in jedem Monat, in dem ich ganz normal zur Arbeit gehe, so sein. Ich kann und will auch nicht mein gesamtes Freizeitdasein dem Buch widmen. Darum bleibt fürs Schreiben potenziell gar nicht mehr so arg viel Zeit… 

Wie dem auch sei: Ich habe am Charakter und v. a. an der Familiengeschichte der Heldin gearbeitet. Richtig ausgereift ist sie aber noch lange nicht. Ich muss sie noch besser kennen lernen. Sie braucht noch ein paar markante Eigenschaften, die sie zu einer echten Persönlichkeit machen und die ihr Handeln, Denken und Fühlen authentisch werden lassen. 

Auch mit den Charakteren der anderen Welten ist es ein Stück voran gegangen. Zentrale Personen, ihre Grundmotive und Rollen sind angelegt. Auch einige Intrigen und dunkle Absichten für spannende Wendungen sind ausgedacht. Neben dem einen Word-Dokument mit der bisherigen Stoffsammlung habe ich Schaubilder angelegt, um die Personen inkl. Ultrakurzbeschreibung und ihr Verhältnis zueinander übersichtlicher als im Fließtext darzustellen.   

Plan für April: Charaktere in allen Welten weiter ausarbeiten, weitere Charaktere erfinden und parallel dazu Ideen für die Geschichte entwickeln. Übrigens, wer tolle Ideen für Namen hat, gerne her damit. Es sind Königsfamilien, Helden, Schurken, magische Wesen verschiedener Ausprägung, Gottheiten und andere Gestalten des Alltags zu besetzen.

Past to present

Bald hab ich Geburtstag. Da denkt man gerne mal zurück, wie’s früher so war, was man gemacht und gemocht hat und welche Dinge geprägt haben.  

Neben meinem Wellensittich und dem süßen Nachbarsjungen war meine dritte große Liebe in den Achtzigern Michael Jackson. Mit „Thriller“ hat er Geschichte geschrieben. Da war er noch in den Schlagzeilen, weil er als erster schwarzer Sänger ein enorm breites nicht-farbiges Publikum begeisterte (meistverkauftes Album aller Zeiten – so far), wegen seiner einmaligen Art sich zu bewegen (der legendäre Moonwalk, selbstverständlich mit leuchtend weißen Socken) und weil er Meilensteine in der Kunstform des Musikvideos gesetzt hat (allen voran mit „Thriller“). Die Veränderungen durch plastische Chirurgie waren noch äußerst moderat und von kleinen Jungs hat auch noch niemand gesprochen. Ich selbst war zu der Zeit 9, 10 und voll kindlicher Faszination.  

Pünktlich zum Einsatz meiner Pubertät kam „Bad“ auf den Markt und aus der kindlichen Faszination wurde extreme Teenage-Schwärmerei mit allem Drum und Dran. Für alle nicht-Infizierten in meinem Umfeld wahrscheinlich eine Qual. Höhepunkt: der Besuch seines Konzerts im August 1988 in Würzburg. Mein erstes Live-Konzert überhaupt – was für ein Erlebnis! In Ohnmacht gefallen bin ich nicht, das Ganze war eher eine ca. eineinhalb-jährige Trance. 

Das Album „Dangerous“ hab ich mir noch gekauft, die Begeisterung hielt sich jedoch die Waage mit der Enttäuschung über die teilweise wirklich schwachen Songs. Die Zeit des Zaubers war vorbei. Heute kommt am ehesten Mitleid auf, wenn ich was von Michael Jackson sehe oder höre. Und auch die Remix-Sachen zum 25. „Thriller“-Jubiläum sprechen mich nicht an.

Ich stehe jedoch nach wie vor uneingeschränkt auf die Originale. Mein all time favorite Michael song: „Billie Jean“. Dem Video merkt man an, dass es von „früher“ ist, der Song haut mich immer noch um.

 

Leicht

10 Gründe für mich, um glücklich zu sein: 

Ich lebe in einem reichen und friedlichen Land. Ich muss weder Willkür noch Gewalt fürchten und kann mich frei und unbeschwert bewegen. 

In meinem Job arbeite ich jeden Tag mit außergewöhnlichen Leuten zusammen. Auch wenn’s öfters stressig ist: wir haben eine Menge Spaß und stellen einiges auf die Beine. 

Ich bin gesund und recht robust. Ernsthafte Krankheiten haben mich bisher verschont.  

Mein Leben ist in meiner Hand. Ich lebe frei und unabhängig: finanziell, organisatorisch und emotional. 

Mein Erleben ist lebendig und stark. Ich bin fähig intensiv zu fühlen; positiv wie negativ. 

Ich habe echt und ehrlich geliebt. Und bin ebenso echt und ehrlich zurück geliebt worden. 

In meiner Nähe gibt es Menschen, die mir viel bedeuten, denen ich vertraue und mit denen ich sehr gerne Zeit verbringe. 

Wenn ich in mich hinein höre und schaue, finde ich eine ganze Menge: Offenheit für Menschen und die Welt, Freude an fremden Orten und Kulturen, Zugang zu Musik und Kunst, Spaß an Sprache und am Schreiben, eine gute Portion Humor, eigene Meinungen und Überzeugungen. Ich nehme mich als ausgeprägte Persönlichkeit wahr.  

Ich freue mich über die kleinen Dinge. Ausschlafen am Wochenende, Milchschaum auf meinem Kaffee, das erste Grün im Frühling, WLAN in meinem Bett. Vermeintliche Kleinigkeiten mit enormem Lebensqualitätspotenzial. 

Ich vertraue ins Leben. Ich bin davon überzeugt, dass alles schon so Sinn macht, wie es mir passiert. Und bin gespannt darauf.  

Welche 10 Gründe habt ihr, um glücklich zu sein?

 

Schwer

Kann euch nicht erreichen
Eure Welt liegt für mich im Nebel
Ich bin zu weit entfernt
Oder gefangen
in der einsamen Mitte  

Kann nicht mit euch lachen
Von eurer Freude wird mir schlecht
Ich fühle anders
Oder bin erstarrt
durch meine bittere Stärke  

Kann mich nicht begnügen
Mit dem Glück, das euch ruhig schlafen lässt
Ich brauche mehr
Oder das Vergessen
hat meine Leichtigkeit gestohlen

Feel the Bass Line

Musik erzeugt Emotion. Wenn man kann und will. Es gibt Songs, die bringen mich zum Weinen, andere zum Singen und bei manchen kann ich nicht still halten.

Zum Beispiel bei dem hier: Seven Nation Army von den White Stripes. Der Bass ist unwiderstehlich. Ich freu mich immer wahnsinnig, wenn das im Club gespielt wird. Ruiniert jegliche zuvor vorhandene Frisur, macht aber unglaublich viel Spaß! Go try it.